Eine kleine fast schon ausgewählt wirkende Masse saß und chillte auf dem Boden und den Sofas in der Prinzenbar. Das übliche Konzertgedränge blieb aus und das Bier schmeckte in dieser großartigen Atmosphäre mindestens doppelt so gut. Als Mike Rosenberg mit einer bestimmten Einfachheit, vielleicht liegt es an seinem enormen Bart, die kleine Bühne betrat, war zwar das übliche Klatschen und Jubeln zu hören jedoch wirkte es schüchtern und sympathisch. Passenger hätte es mit der Location für das Konzert kaum besser treffen können, der Raum wirkte gemütlich und ein bisschen wie aus einer anderen Zeit.

Das gefühlte Wohnzimmerkonzert begann. Die Stimmung während des Konzerts war atemberaubend, die Masse war ganz und gar eingenommen von Mike Rosenberg, der übrigens im echten Leben mindestens doppelt so groß aussieht als in seinen Videos. Die Anekdoten an sein Leben und den Geschichten hinter den Songs erzählte er auf seine ganz eigene charmante Art, die jedem im Raum das Gefühl gab Geschichten von einem Familienmitglied zu hören.

Obwohl er nicht, wie erwartet, sein komplettes neues Album „All The Little Lights“ spielte, überzeugte Rosenberg mit Covern. Spätestens als er seine ganz eigene Version von „The Eye Of The Tiger“ oder „What Is Love“ spielte war eines klar, diesen unglaublichen Künstler darf man nicht aus den Augen verlieren. Nachdem Mike die Bühne verlassen hatte, dauerte es keine drei Minuten und schon stand er wieder da und spielte eines dieser magischen Akustikstücke, die seine Musik so einzigartig machen. Das Konzert war leider viel zu schnell vorbei und nachdem man die Prinzenbar verlassen hatte fühlte man sich ein bisschen freier und ging der Welt gelassener entgegen. (th)

 

Share.

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.