Schon wieder ein Monat um. März ist morgen gestern. Heute erzählen wir, was wir so erlebt haben.
Make Do And Mend / Apologies, I Have None (2.3., Hafenklang) So geht Samstag. Ausverkauftes Hafenklang mit zwei saustarken und obersympathischen Punkrock-Bands. Wobei die dreistimmigen Briten dann sogar noch einen Zacken besser als der dafür wuchtigere Headliner waren. (mf) *** Villagers (4.3., Uebel & Gefährlich) Schön, mehr als schön, wenn Bands ihre Alben auf der Bühne nicht wie im Player abspielen. Villagers treffen (unter wunderbarem Licht) jeden Ton neu und entlassen ein restlos begeistertes Publikum in die Nacht. Verraten am Merch Geheimnisse und malen Kunstwerke auf mitgebrachte Tonträgerhüllen. (dis) ***
Villagers (4.3., Uebel&Gefährlich) Mindestens das Konzert des Monats, und huch, der Monat fing doch erst an. Tief beeindruckender Conor, er tanzt und schreit und kratzt an der Herztür! WOW! (ms) *** Villagers (04.03., Uebel & Gefährlich) Kann ein Monat besser anfangen? Vergesst die Lumineers, das war große Kunst! (eh) *** The Avett Brothers (5.3., Fabrik) Nach den Villagers konnten die es einfach nicht schaffen. Haben mich nicht aus den Schuhen gezogen, der Support übertrieben aber da habe ich wohl was ganz Besonderes in den “Dreck” gezogen. Leider Egal. (ms) *** The Avett Brothers (5.3., Fabrik) Wuschelbärte, Balanceakt zwischen Country und Folk, Square Dance, Line Dance, aber auch Rock ‘n Roll. Herzen schlagen wie kick drums. “I and love and you” verpasst für die letzte Bahn. Schade aber schön. (mh) *** Daniel Norgren (6.3., Molotow Bar) Viel zu kleiner (aber feiner) Laden für diesen groß(artigen)en Typen. Ich habe Visionen. Er mit seinem Schlagzeuggitarreninstrument und sein Kontrabasskumpel nochmal als Headliner auf der großen Bühne im K6 (Kampnagel). (ms) *** Tocotronic (06.03., Modernes Bremen) Ein Toco-Konzert ohne “Let There Be Rock”… das hat mich schon etwas verstört. Sonst war das erste Konzert der Tour wunderbar! (eh)
Cody ChesnuTT (6.3., Knust) Am Anfang fünfzehn Minuten arschcool, zum Ende eine Idee zu inszeniert, zu glatt, zu abgeklärt, zu kalkulierte Show. (kel) *** Fritz Kalkbrenner (7.3., Docks) Über weite Strecken profillos aber tolles Lichtdesign. Wäre der Gin Tonic nicht so teuer, ab dem Vierten aufwärts goutabel. Und bitte mal vereinzelt Qualitätsmanagement am Tresen, danke. (kel) *** Grant Creon (8.3., Hasenschaukel) Melancholisch schön wie eh und jeh! Kommt wieder, kommt wieder! (ms) *** Tonbandgerät (8.3., Uebel & Gefährlich) Zusammen mit Patrick Richardt der ideale Einstieg ins Wochenende, wäre da nicht eh’ schon der Heimsieg gewesen vorab. Alles Richtig gemacht. Pop halt. Bis jetzt: Respekt. (kel) ***
Walter Schreifels (12.03., Hafenklang) Ein gutgelaunter Walter, der in charmanter Weise in jedem Satz seine Deutschkenntnisse unterbrachte. “Used for glue” durfte natürlich nicht fehlen. (dr) *** I Am Kloot (14.3., Uebel & Gefährlich) diese Stimme, DIESE Stimme! Das einzige was fehlte war die Zigarette am Gitarrenhals des eigentlich ketterauchenden Bassisten. Sonst nahezu perfekt! Ich liebe diese Band!!! (ms) *** Erik Cohen (15.3., Knust) Ohne Platte kam Cohen aka Letten ins Knust und klang anders. Und zwar mit jedem Song aufs Neue. Von Maiden bis Cult, von Maffay bis Life Of Agony, von Black Sabbath bis Matthias Reim – Inspirationen machen Kunst. Und Cohen und Band – inkl. der beiden alten Smoke Blow-Buddies Fabst an den Drums und Greif Hellhammer am Bass – mussten als Zugabe das halbe Set gleich noch mal spielen. (mf) *** Herrenmagazin (15.3., Molotow Bar) Man sah Deniz sein Bauchkribbeln an, als das Publikum seine Texte mitsang. (ms) Tocotronic (15.03., Große Freiheit 36): Die vier Jungs können es auch nach 20 Jahren immer noch! Das Publikum war ebenfalls gut drauf. Eine perfekte Mischung für ein gutes Konzert. (fh)
Kristofer Aström (17.3., Hasenschaukel) bescheiden, sympathisch, verhuscht. liebenswert. Und einen Doppelgänger hat er auch noch. (ms) *** Foals (18.3., Markthalle) Die Foals machen an diesem Montagabend alles richtig und hinterlassen offene Münder und eine schweißnasse Markthalle. Nach nur 3 Alben spielen die Briten Hit auf Hit. All killer, no filler! Aber die können das. So gut sind sie halt nun mal. Und daher für viele zu recht die spannendste und innovativste Band aus England der letzten Jahre. Günter Netzer wäre stolz auf diese Fohlen gewesen. (kw) *** Egyptian Hip Hop (18.03., Molotow) Warum müssen Indiebands aus England oft aussehen als hätten sie sich in der Altkleidersammlung bedient? Leider war es musikalisch auch nicht überzeugend, da sorgten selbst this void für strahlendere Gesichter im Publikum. (dr) ***
MF/MB/ (19.3., Turmzimmer im Uebel & Gefährlich) Energiegeladen, obwohl das Publikum rar war. Und die Sorge, dass der Sänger epileptische Anfälle hat…aber er hatte einfach Spaß. Yeah! (ms) *** Steaming Satellites (20.3., Knust) Vorband Leech Top, Vorband Wristle & Drone Hipsterkacke, Steaming Satellites whoooohooooooo. Nehmt mich mit in dem Raumschiff. Und Max, bitte singe mir ins Ohr, bitte bitte, nur einmal! (ms) *** ME (20.3., Prinzenbar) Natürlich wurden ME nicht – wie auf Platte – von Streichern, Bläsern und Chören begleitet, sie traten rockig pur an, aber dass konnte sich hören und sehen lassen. Von krachendem Sound, den vollen, mehrstimmigen Gesängen bis hin zum Bassisten, der barfuß seine Pirouetten drehte. Eine irre kräftige und mitreißende Show der bestens gelaunten Neu-Berliner. (cR) ***
Adam Green & Binki Shapiro (21.03., Mojo Club) Aufregend. Wir steigen hinab unter die Tanzenden Türme. Heute geht es – neben dem Konzert – auch um die (Neu-)Entdeckung einer Location. Dass Adam es drauf hat, weiß man. Da nimmt man Binki halt in Kauf. (cR) *** Wilhelm Tell Me (23.03., Uebel&Gefährlich) Grinsebacke und Sänger Henning machte an diesem Abend ganz viele junge Mädchen glücklich, mich eher die Vorband The Good Morning Diary, vor allem mit dem Lykke Li cover “Tonight”. (dr) *** Gary (24.03., Knust) Sie taten mir ja schon etwas leid, vor einem ziemlich leeren Knust zu spielen, aber Robert Stadlober nahms mit Humor. Trotz technischer Probleme live immer noch besser als auf Platte. (dr) ***
… And You Will Know Us By The Trail of Dead (25.03., Uebel&Gefährlich) Eine recht sperrige Setlist und ein publikumsnähesuchender Bassist. Highlights: “Will you smile again for me” und “Another Morning Stoner”, klar. (dr) *** Rival Sons (28.03., Mojo Club) Flashback in eine Zeit, in der unsere Eltern noch jung waren und haareschüttelnd in die Bühnenbretter gebissen haben. Sehr authentisch und ganz großes Kino. Die jungen Burschen haben’s (auch) drauf. Rock’n’Roll at it’s best! (cR) *** Saalschutz (29.03., Hafenklang) Die Band war um eine tolle Show bemüht, das Publikum war jedoch nicht zum ausrasten zu bewegen. Das Konzert selbst war klasse inklusive Feuerwerk, Ballontieren und sonstigen Überraschungen. Der DFB hätte wohl lebenslanges Stadionverbot für Saalschutz ausgesprochen. (fh)
Fabrik 05.03. The Avett Brothers: Wuschelbärte, Balanceakt zwischen Country und Folk, Square Dance, Line Dance, aber auch Rock ‘n Roll. Herzen schlagen wie kick drums. “I and love and you” verpasst für die letzte Bahn. Schade aber schön.
