Was machen eigentlich die Hamburger Ruben Cossani? Aufgelöst in die Teile der einzelnen Summe. Eines davon: Konrad Wissmann. Auf dessen Soloalbum “Parole” nun finden sich allerdings weniger eigene Werke als vielleicht zur Vermutung stünden. Stattdessen erfindet Wissmann die Verneigung zwar nicht neu, bewahrt aber mit deutschen Interpretationen u.a. von Charles Aznavour-Classiquern oder Gibert Bevaud-Reminiszenzen durchaus Haltung. Das gar nicht mal so wirklich mitreißende Dreist … äh, Feist-Cover “1,2,3,4” als Single auszukoppeln, beweist dabei zumindest Mut.
Dass man beim Carla Bruni-Cover “Irgendwer hat’s mir gesagt” zunächst eine Weile verzweifelt nach dem Original rät, kann passieren und ist beileibe nicht Wissmanns Schuld. Wenn kurz darauf sogar eigentlich durchgenudelte Melodien wie “Nathalie” gar nicht mal so schlaff wie ungebackene Croques vorgetragen werden, ist Konrad Wissmann schon mit den richtigen Zutaten unterwegs. Verstehen wir uns dabei jedoch richtig: “Parole” ist leichte Unterhaltung für den gemeinsamen Sonntag und die vereinzelten eigenen Songs fügen sich da schon ein. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. “Was wird aus mir” fragt der Interpret gegen Ende des vollen Dutzend. Wir wissen es auch nicht so genau. Termine folgen. (kel)