Thees Uhlmann ist ja bekanntlich einer der sympathischsten Typen in diesem Musikbusiness. Doch reicht diese Sympathie auch aus, um ein gutes zweites Soloalbum zu veröffentlichen? Diese Frage lag wohl vielen von euch auf der Zunge und wir haben (fast)
exklusiv die Antwort für euch!
Das Album mit dem kreativen Titel “#2” beginnt zumindest sehr vielversprechend. “Zugvögel” ist ein typisches Thees Uhlmann Lied. Es ist eingängig, man kann dazu mit dem Kopf nicken und man hofft nach diesem Einstieg, dass es genauso gut weitergeht. Der erste Teil von “#2” wird diesem Anspruch auch mehr als gerecht. Es folgen unter anderem das melodisch-schöne “Im Sommer nach dem Krieg”, das ebenfalls Uhlmann typische “Es brennt” und die erste Single “Am 07. März”, die bekanntlich auch mit einem grandiosen Video daherkommt.
Auf der zweiten Hälfte der Platte wird es ein wenig ruhiger. Das tut dem Album jedoch nicht wirklich gut. So wirken die ruhigeren Uhlmann Stücke, wie “Der Fluss und das Meer” oder “Zerschmettert in Stücke (im Frieden der Nacht)” auf Dauer eher eintönig und langweilig, als wirklich gut. Dennoch lassen sich auch in diesem Part des Albums einige Lichtblicke finden, die das Gesamtpaket wieder aufwerten. So wie das Lied “Trommlermann”, welches trotz Geigen doch irgendwie rockig und vor allem sehr spaßig ist.
Die Texte sind, wie auch schon in Uhlmanns Erstlingswerk “Thees Uhlmann”, gut, witzig und erzählen eben ihre eigenen Geschichten. Es macht Spaß sich nach mehrmaligem Hören durch die Textpassagen zu wühlen und die lyrischen Schätze zu finden. Und nun die klare Antwort auf die oben gestellte Frage: Ja! Thees Uhlmann hat es tatsächlich geschafft ein gutes, solides Soloalbum zu machen. Trotz der kurzweiligen Eintönigkeit, die zum Ende hin einsetzt macht es Spaß die Platte immer und immer wieder anzuhören und sich, ähnlich wie beim ersten Album, an der sympathischen Art Uhlmanns zu erfreuen.
Auf Tour geht der feine Herr mit dieser Platte natürlich auch. Und zu unser aller Glück beehrt er Hamburg dabei sogar zwei mal, nämlich am 19. und am 20.11 in der Großen Freiheit 36. concert-news präsentiert beide Abende. Tickets dafür gibt es natürlich bei der Theaterkasse Schumacher. (fh)
