Eine Gute-Laune-Platte geht anders. Eine schlechte aber auch. “The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett” ist super und schön und beeindruckend und Eels sind es auch. Ist er auch. Dieser Mark Oliver Everett.

Vorab mal, ich bin kein Eels-Fan. Genauer gesagt war ich es nicht. Ich habe diese Band stets respektiert, auch gemocht und hin und wieder sogar bewusst gehört. Aber geliebt? Nein. Daher maße ich es mir nicht an, dieses Album mit anderen zu vergleichen, das sollen andere machen. Ich weiß nur: “The Cautionary …” berührt und begeistert und ist ab sofort mein Lieblings-Eels-Album. Aus genau 13 Gründen.

13 Lieder sind auf dem Album und keines ist schlecht. Viele sind leise, sanft  und düster und jedes ist dabei unglaublich intensiv. Und gleichzeitig versprühen sie  eine unglaubliche Kraft, eine Energie, die einen durchströmt und – scheiße, jetzt wird es kitschig, aber sagen wir es, wie es ist – umarmt, festhält und glücklich macht. Schaffen nicht viele, Eels schaffen es.

So, Fakten. Das Zusammenspiel von Stimme – was für eine Stimme, war die schon immer so? – und Instrumentierung klappt hier ganz hervorragend. Streicher, Klavier oder Xylofon – alles mit Verstand und mit Herz. Melodien, Texte, Strukturen? Großer Pop auf der einen Seite (Alter, “Lockdown Hurricane” muss doch die Welt hören!), verschrobene Kunst auf der anderen. Erneut: Schaffen nicht viele, Eels schaffen es.

Und Eels malen Bilder. Mit jeder Note, jedem Ton und jedem Moment. Man sieht Everett vor sich. In einer Bar, in seinem Zimmer, an einem See. Mit geschlossenen Augen, er und ich. Schaffen … genau, siehe oben. Und siehe mal hier:

Und dann sind Eels mit diesem Meisterwerk auch auf Tour und spielen am 22. Juli in  der Laeiszhalle. Ich kann es kaum erwarten. (mf)

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1 Kommentar

  1. Leider hat man schon seit mehreren Alben das Gefühl, dass Herr Everett immer nur noch das selbe sagt und sich wiederholt. Mit dem Album geht der Trend zwar wieder aufwärts, aber ich würde mir wünschen, er versucht es mal mit einem Nebenprojekt und versucht mal eine andere Herangehensweise. Definitiv ein toller Typ (auch mal sein autobiograpisches Buch “Things the Grandchildren Should Know” lesen) und ich erhoffe mir etwas mehr experimentierfreue von ihm.

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