band_messerDie Vita des französischen Schriftstellers Boris Vian liest sich wie die Charakterisierung des Protagonisten eines neuen, alternativen Schwarzweißfilm. Bis zu seinem Tod im Jahr 1959 war Vian ein Schriftsteller, Trompeter, Sänger, Schauspieler, Übersetzer und der Leiter der Jazzplattenabteilung bei Philips. Bekannt wurde er hauptsächlich durch die Produktion staatskritischer Chansons und durch seine surrealistischen Liebesgeschichten. Post mortem gilt er als einer der wichtigsten Akteure im kulturellen Frankreich der Nachkriegszeit. Auch für die deutschsprachige Post-Punk-Band Messer gilt der mutige, furchtlose Dilettant als einer der prägendsten Inspiratoren ihrer sphärischen, fast schon cineastisch wirkenden Stücke.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 haben Messer zwei Studioalben veröffentlicht und gelten in Fachkreisen zu den Poeten der deutschen Post-Punk-Bewegung. “Ein bewegendes Album, dessen Postpunk voller Feinheiten steckt und dessen heiser vorgetragene Lyrik von Geistern und dem Leben als Lüge erzählt.” schrieb die SPEX über ihre Platte “Im Schwindel”. Diese Rezension verdeutlicht auch die musikalische und lyrische Relevanz von Leitmotiven und -Figuren.

Im kommenden März veranstalten Messer zwei Abende,die sich lose um das Leben und Schaffen von Boris Vian drehen. Alles wird ausprobiert! Es gilt die Moral des Franzosen. Was sich hinter der Mischung aus Zitaten, Genrebrüchen und Klangflächen verbirgt, bleibt unklar, jedoch wird es sich lohnen. Das ist klar. Am 10.März kommen Messer mit ihrem Programm ins Kampnagel. Tickets gibt es u.A. Bei der Theaterkasse Schumacher zu erstehen. (hw)

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