Ein paar Tage ist es nun her, dass Swutscher ihr neues, ihr zweites, ihr selbstbetiteltes Album veröffentlicht haben. Plus: ihr wirklich sehr, sehr tolles Album! Wie erwartet toll, schließlich fanden wir schon die ersten vorab releasten Songs super und schrieben im Januar: Verschroben, eigen, immer ein bisschen schräg, aber schön. Anders. Jeder für sich. Das schroffe ”Daheim†ist anders als der Beat-Punker ”Tabak†ist anders als das countryeske ”Palm Royale”. Kein klingt wie. Nur nach Swutscher.
Jetzt gibt es das volle Programm, jetzt gibt es Indie wie Country, Garage wie Norddeutsches wie LoFi-Schlager wie Orgel, Melancholie wie Humor wie Kraft wie Kitsch. Und alles ist zusammen macht so so so viel Spaß. Am 30. April spielen Swutscher im Molotow. Vorab haben wir bei Drummer Martin Herberg einmal nachgefragt.
Ist es leichter ein erstes oder ein zweites Album zu schreiben und zu machen?
Weder noch, bei der Entstehung des ersten Album waren wir noch unerfahrener und sind mit einer schon fast naiven Leichtigkeit herangegangen und beim zweiten Album konnten wir unsere gesammelten Erfahrungen einfließen lassen, so dass beide Enstehungsprozesse sehr unterschiedlich waren. Schwer zu sagen, welches Album uns leichter viel…
Wie steht ihr zum Thema Kitsch und wo zieht ihr die Grenze, wie weit ihr musikalisch gehen könnt? Ich denke da zum Beispiel an einen Song wie “Mystische Nächte”.
Wir stehen schon auf ne gewisse Art von Kitsch, aber diesen wollen wir auf jeden Fall auf eine humorvolle Weise einbringen und spielen da auch gerne mit Übertreibungen, dabei wollen wir keinesfalls andere in Dreck ziehen oder schlecht machen.
Musik, Optik/Outfit, Videos (zumindest einige …) – das wirkt alles total stimmig, aber auch komplett authentisch. Wie viel davon aber ist “Image” bzw. genau überlegt/geplant und wie viel ist “einfach so passiert”?
Wir stehen schon auf ne gewisse Art von Kitsch, aber diesen wollen wir auf jeden Fall auf eine humorvolle Weise einbringen und spielen da auch gerne mit Übertreibungen, dabei wollen wir keinesfalls andere in Dreck ziehen oder schlecht machen.
Interview: Mathias Frank
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