Neulich in Hannover. Herbst 2022. Hot Water Music und Boysetsfire spielen, Be Well sind Opener und dazwischen: Samiam. Zweite Band von vier, viele sind sicher nicht für sie da, die Erwartungen waren solide. Weil: Samiam sind eine gigantisch tolle Band. Aber live eben … nicht immer. Manchmal waren sie das Gefühl davor. Solide. An diesem Tag aber in Hannover? Waren sie unglaublich gut. Ich habe die Band schon oft gesehen, in unterschiedlichsten Clubs, Phasen und Konstellationen. Aber so druckvoll, regelrecht hart, so tight, engagiert und einfach mitreißend noch nie. Und ich stand oben, hinten, weit weg und am anderen Ende des Capitols. Es war großartig. Ich habe mich so geärgert.
Kurz nach der Tour spielte die Band dann auch noch als Headliner im Knust. Herbstferien. Urlaub. Weg. Wieder geärgert. Sehr gefreut: Im Frühjahr diesen Jahres dann kam “Stowaway”. Das neue Samiam-Album und das ist unglaublich gut. Es ist voller Hits, voller Schönheit, Emo trifft Punk trifft Indie. Und mehr. “Lake Speed” eröffnet wahnwitzig, danach das klassische “Crystallized” und das schon länger bekannte “Lights Out Little Hustler“. Später dann verkopft-verspielte Kunst (“Shut Down”), Punkrock (“Stanley”) und aller reifste Unterhaltung (“Monterey Canyon”). Zwölf Lieder zusammen, (fast) alle super. Alle Samiam.
Am 24. Januar präsentieren wir euch das Konzert von Samiam im Logo. Keine Ferien zu der Zeit, nicht genügend Platz, um zu weit weg zu sein.
