Das wird ein Spaß, das wird ein seltenes, aber umso schöneres Vergnügen. Die PowerPop- und Punkrock-Legende Kick Joneses spielt am 11. April im Knust. Auch mit dabei und das als Headliner: Frau Doktor. Die Ska-Ikonen gibt’s schon seit 1995 und damit runde 30 Jahre. Kick Joneses gründeten sich mit einigen Mitgliedern der Walter Elf sogar schon drei Jahre früher. 1997 erschien das erste Album “Streets Full Of Idiots”, 2016 das bisher letzte, “Unexpected Gift”, erschienen bei Rookie Records, dem Label von Gitarrist Jürgen Schattner. Genau dem stellten wir 2×3 Fragen.
Acht Jahre keine Platte – gab’s euch trotzdem die ganze Zeit? Was ist in den vergangenen Jahren bei euch passiert?
Schon wieder acht Jahre her? – Das scheint unser ‘neuer’ Rhythmus zu sein. Wir proben und spielen einfach recht selten. Die Band gibt es aber seit Ende 1992 durchgehend. Mal mehr, mal weniger.
Ergänzend dazu: Wie oft habt zuletzt zusammen Musik gemacht und geprobt? Ihr lebt ja – oder lebtet mal? – sehr verteilt (Hamburg, Köln, Kaiserslautern, Stuttgart, Frankfurt)
Ich müsste die alten Kalender rauskramen, geschätzt proben und/oder spielen 2,3 mal im Jahr. Mehr scheint ob der ganzen Verpflichtungen – Familie, Beruf, andere Bands- nicht drin zu sein. Aber es ist für alle ok, wie es ist.
Wie kommt’s zur Show mit Frau Doktor und wie viel müsst ihr proben? Oder könnt ihr als alte Hasen direkt loslegen?
Mit Frau Doktor sind wir sehr sehr lange befreundet. Ich habe Ende der 90er auch in Wiesbaden gewohnt, war oft im Schlachthof bei Konzerten. Üni & Co. feiern ihr 30-jähriges Bandjubiläum, wir dürfen in Hamburg dabei sein. Dieses Paket hat es in all den Jahren schon öfter gegeben, in Hamburg ist es aber das erste Mal. Ich fahre jetzt am Wochenende nach Frankfurt zur Probe, damit wir gut aufspielen können im Knust.
Wie geht’s danach weiter, was sind eure Pläne?
Eigentlich nichts, was wirklich spruchreif wäre. Wir arbeiten an einigen Songs, meist Überbleibsel aus alten Sessions oder Takeouts von alten Platten. Wir überarbeiten die Songs, lassen neue Texte einfließen, teils in deutsch, und schauen dann, ob es stimmig klingt. Eventuell spielen wir 1,2 davon in Kunst.
Über 30 Jahre Kick Joneses – fühlt es sich mit der Zeit anders an, Teil der Band zu sein? Wird es mit der Zeit “normaler” oder weiß man es mehr zu schätzen, dass man so lange zusammen bleibt?
Die Frage beantworte ich eigentlich immer so: wir sind sechs ‘älteste’ Freunde, die unterschiedlich viel Kontakt miteinander haben, aber unheimlich gerne zusammen proben und live auftreten, wenn es sich ergibt und trotz all der Termine möglich ist.
Habt ihr als Band noch eine Bucketlist?
Eine Japan Tour fänd ich schön!
Interview: Mathias Frank
Foto: Mathias Mischler
