Die Welt geht unter. Lasst uns mal lieber saufen. Klingt nach Deutschpunk … und ist es irgendwie auch. Van Holzen releasen heute ihre wundervolle neue Platte “Solang die Erde sich dreht”. Hallo, Melancholie. Destruktion. Hoffnungslosigkeit. Und hallo, Punkrock. Denn das sind die Jungs. Ohne immer so zu klingen, ohne immer nur so zu singen und zu spielen. Und wenn, dann sind das nicht Eisenpimmel oder Die Leeren Versprechungen. Dann sind das Van Holzen, dann geht’s “Ins Licht“. Danach “Gedanken neu“. Punk 2025: Drangsal-Gefühle, Emo, Druck, Tempo, Inhalt. Die Welt ist scheiße, die Musik macht Spaß. Soundtrack zum Untergang? Es geht “Bergab“. Wo ist das Bier?
“Wir wollten nie wieder Krieg. Dass unser Handeln unserer Würde unterliegt”, singen sie in “Nichts geworden“. Und: “Ein Ort an dem jeder den andern sieht. Gesunder Selbstwert unseren Hass besiegt”. Aber? Genau. Nichts geworden. Anderes hier ist sehr persönlich. In unterschiedlichsten Facetten. Van Holzen sind eine Emo-Band. Mit Lance Butters haben sie auch auf Rap am Start. Super-Song, starkes Feature. Ein anderes: Bei “Himmel” sind Heisskalt dabei und verdammt, das ist so gut. Mit dem Geschrei, diesen sanften Momenten, diesem allerfeinsten Post-Hardcore-Charme. Was denn nun? Was kommt danach? Oh. So was wie eine Ballade.
Am 27. November präsentieren wir euch Van Holzen im Bahnhof Pauli. Schon am 18. September spielen sie im (?) Kiosk Mittenmang. Los geht es um 18.30 Uhr. Vielleicht vorher ein Bier kaufen. Oder eine Cola.
Foto: Konrad Laukat
