Sie wissen nicht, was sie tun? Doch. Aber wir nicht. Deadletter. Wissen viel, können viel, machen viel. “Mother” klang einst nicht wie “Mere Mortal”, aber beide Songs fanden wir damals super. 2024 schrieben wir: “Was ist das denn bitte? Keine Ahnung. Aber auch egal. Weil es so gut ist. Deadletter aus UK. Sechs Menschen, die am 13. September ihr Debütalbum ‘Hysterical Strength’ veröffentlichen.”
Heute: denken wir ähnlich. Und neulich auch. Neulich kam “To The Brim“, heute folgt “It Comes Creeping“. Super spannend. Eigen, bisschen schräg, aber schon. Sänger Zac Lawrence sagt dann auch über den neuen Song: „Ein Geist verfolgt uns alle. Dein Geist mag sich von meinem oder dem deiner Mutter unterscheiden, aber wir alle spüren den Zorn dieses Geistes, egal welche Gestalt es annimmt, auf die gleiche Weise. Die Botschaft dieses Songs handelt nicht davon, was sich anschleicht, sondern davon, wie es sich anschleicht.“
Auch die Band schleicht. Am 28. März spielen Deadletter wieder im Molotow, schon 27. Februar kommt mit „Existence Is Bliss“ die neue Platte. Die Band dazu:
„Wir sind umgeben, völlig umhüllt von Unreinheit und unterliegen der Trägheit, die ihre unerbittlichen Fänge hinterlassen. Sich dafür zu entscheiden, inmitten dieser Realität zu leben, anstatt nur in ihr zu existieren, ist, um einen großen Philosophen zu paraphrasieren, heroisch. Die Versuchung, sich für Letzteres zu entscheiden, ist ein starkes, nur allzu vertrautes Gefühl. Doch tief in die eigenen Augen zu schauen, sich dafür zu entscheiden, die Kämpfe des Lebens anzunehmen und den Sauerstoff der Welt nicht zum Atmen, sondern zum Handeln und Genießen zu nutzen, das macht uns zu Menschen. Existence is Bliss, aber LEBEN ist ein großes Durcheinander, dessen Lohn grenzenlos ist.“
Wir sind: sehr gespannt. Denn wir – immerhin das – wissen, dass das sehr, sehr spannend wird. Auf Platte und live. Am 28. März spielen Deadletter im Molotow.
Foto: Katya Ganfeld

