NOFX können albern, naiv, besoffen, billig und beleidigend sein. Sie sind sogar Meister darin, sie sind die Besten. Doch NOFX sind auch mehr. Oder wie es Fat Mike den Kollegen bei Noisey erzählte: “Unsere Songs sind nicht witzig. Wir sind auf der Bühne lustig, aber unsere Songs sind nicht nur sehr ernst, sondern auch kompliziert. Viel komplizierter als Green Day oder The Offspring oder so.”
Heute erscheint das neue Album “First Ditch Effort” und auf dem geht es um gestorbene Freunde (“I’m So Sorry Tony”), um geheime Leidenschaften (“I’m A Transvest-Lite”), die ”Generation Z†(übrigens mit Fat-Mike-Tochter Darla als Gast) oder über Fat Mike selbst (“I Don’t Like Me Anymore”). Schon lange vor der Album-Veröffentlichung sagte der Sänger: “Es ist das persönlichste Album, das wir je gemacht haben.” Bitte mal zuhören.
Und dann trotzdem abfeiern, logisch. Denn verpackt sind die Themen in mal wieder allerfeinsten Old-School-Punk, California-Style, einmal 1990er, immer 1990er. Schlicht herrlich, euphorisch, straight und NOFX-typisch verspielt. Ob der bereits bekannte Opener “6 Years On Dope” oder das hippelige “California Drought”, ob das schroffe “Ditch Effort” oder das typische “Happy Father’s Day” mit diesen fabulösen Chören, ob der Midtempo-Popper “Bye Bye Biopsy Girl” oder ob der Video-Song “Oxy Moronic” – hier ist jeder Song super, macht jeder dieses Album noch superer. (mf)
