Jetzt aber. Und jetzt richtig. Schon im Februar erschien dieses Album. Allerdings nur digital. Aber das ist nicht besser. Jetzt kommt “Asleep” von New Native auch für den Plattenschrank. Und nur für den, eine CD wird es nicht geben. Hashtag vinylonly. Liebe also, Nerds vielleicht, Genießer. Von und für. Weil man dieses Album genießen kann. Muss. Immer wieder, ach wie ist das schön.
New Native kommen aus Wien und Berlin, sind auf Midsummer Records beheimatet (wie es unter anderem auch Forkupines, City Light Thief und The Satelite Year sind) und haben nach drei EPs nun eine echte Platte am Start. Elf Songs stark und wunderschön.
Von Emo ist überall zu lesen, von Indie, manchmal von Dreampop. Stimmt alles, ist was dran, gibt die Richtung vor. Und doch klingen New Native nicht wie Balance And Composure und Konsorten, auch wenn Fans von denen, die hier auch mögen werden. New Native sind häufig betörender, zerbrechlicher, kommt Jungs, alles nicht so schlimm. Ist doch so schön, so sehr schön. Aber die Musik? Oh, nicht so laut, nicht erschrecken. Nur manchmal, hier und da, regen sie sich, ein ganz klein wenig. “Tied Down” ist so ein Song. Fast schon kraftvoll, fast schon euphorisch. “The Worst Of All” ein anderer.
Oft aber auch: Hach. Doppel-Hach, echt mal, das ist fantastisch, traumhaft. Ein “By Design”, meine Fresse, oder auch “Until It All Stops Spinning” und “The Captor”, das ist ganz groß, andächtige Popmusik, verträumt, nachdenklich, so schön. Und jetzt erst recht, jetzt auf Vinyl. Auf Finest Vinyl genauer gesagt … (mf)
