Am 2. November spielen Blackout Problems und Lake Malice in der Markthalle. Wir präsentieren die Show (siehe hier) und verlosen genau hier Tickets. Auch Sperling sind am Start, die erst Ende September den neuen Song „Allein sein ist so leicht“ releast haben. Wir haben dazu mal bei Sperling -Sänger Jojo nachgefragt (und wer Jojo auch mal reden sehen möchte, der checkt mal unsere Story auf Instagram).
Wie war das Feedback auf eure neue Single “Allein sein ist so leicht” – und wann kommt die nächste? Und wann noch mehr neue Musik?
Ich muss gestehen, dass der Single-Release für uns sehr aufregend war. Wir haben den Song selbst produziert und in unserem Proberaum aufgenommen – das war eine neue Erfahrung und hat uns viel Spaß gemacht, auch weil wir uns stilistisch ein wenig anders orientiert haben als gewöhnlich. Der Song fügt sich klanglich sehr gut in den Spätsommer ein und bringt eine bittersüße Leichtigkeit mit sich, die es so vorher von uns nicht zu hören gab. Es war spannend herauszufinden, in welche Richtung wir uns klanglich entwickeln, und es war cool, mal ganz neue Sachen auszuprobieren. Gerade deshalb ist man aber auch aufgeregt und gespannt auf das Feedback. Die Resonanz war jedoch sehr positiv, und das Feedback hat gezeigt, dass wir irgendetwas richtig gemacht haben. Als wir den Song dann auf unserer ersten eigenen Tour gespielt haben, waren wir selbst ein bisschen überrascht, wie viele Fans den Song feiern und mitsingen. Das macht natürlich richtig Spaß und ermutigt uns, auch in Zukunft neue Dinge auszuprobieren und dem zu folgen, worauf wir gerade Lust haben. Bisher haben wir allerdings noch keine neuen Release-Dates zu verkünden, aber natürlich sind wir ständig in kreativen Prozessen, schreiben neue Songs und haben Lust, mit neuen Leuten zusammenzuarbeiten, um uns kreativ weiterzuentwickeln.
Was glaubt ihr, wie wichtig Texte für die Leute da draußen sind und was können Texte bewirken? Welche Texte anderer Songs oder KünstlerInnen haben euch berührt oder gar beeinflusst?
Ich würde schon sagen, dass Texte eine große Rolle in unseren Songs spielen und dementsprechend auch für die Hörerinnen und Hörer einen wichtigen Teil ausmachen. Generell bin ich jemand, der bei Songs viel Wert auf den Text legt, da dessen Aussage einen großen Teil des Gesamteindrucks ausmacht. Dazu muss man auch sagen, dass ich musikalisch aus dem Rap-Bereich komme, wo die Texte den Hauptanteil eines Songs ausmachen. Es ist nicht nur wichtig, was gesagt wird, sondern auch, wie es gesagt und lyrisch verpackt wird. Ich finde, es macht super viel Spaß, einen Text zu begreifen, etwas hineinzuinterpretieren und vor allem sich selbst, eigene Situationen oder Probleme in anderen Worten wiederzufinden. Ein Songtext begeistert mich besonders, wenn er etwas in mir bewegt und mich etwas fühlen lässt, denn das bedeutet, dass etwas Wahres und Lebendiges in den Worten vermittelt wird. Da fallen mir auch einige Künstlerinnen und Künstler ein, die genau das bei mir auslösen und eine Inspiration waren, wie zum Beispiel Fabian Römer oder Casper, aber auch aktuelle Künstler wie Schmyt oder Paula Hartmann.
Wie sehr achtet ihr auf der Bühne auf eure Texte bzw. den Inhalt der Lieder? Und an was denkt man überhaupt auf der Bühne? Nur an die Zuschauer und daran, keinen Fehler zu machen?
Ich versuche, weniger auf die Texte und mehr darauf zu achten, wie ich den Text gerade fühle. Ich verknüpfe jeden geschriebenen Song mit einer Person, einem Moment, einer Zeit oder einem Gefühl, und es passiert oft, dass ich mich in dieses Gefühl versetze und es so transportiere. Natürlich klappt das nicht immer, und der Kopf spielt dabei eine große Rolle. Manchmal ist man verunsichert und konzentriert sich deshalb genau darauf, was man gerade spielt und wie man sich bewegt. Manchmal schaltet man den Kopf vollkommen aus und fühlt einfach, was man gerade fühlt. Dazu muss man sagen, dass wir die Songs, die wir live performen, schon lange und oft gespielt haben. Daher fällt es etwas leichter, nicht über jeden Akkord und jedes Wort nachdenken zu müssen – und so macht es auch am meisten Spaß! Man hat aber selbstverständlich auch die Leute, die zuhören, im Auge. Da versuche ich, weniger auf Reaktionen oder Ausdrücke zu achten, sondern eher darauf, den Song nicht nur zu singen, sondern auch zu transportieren.
Interview: Mathias Frank
