So viel gute Musik da draußen. Jeden Tag gibt es neue Songs, jede Woche neue Platten. Viele davon sind toll, manche toller und immer wieder weiß man gar nicht, was man zu erst und was wie lange hören möchte. Man könnte ja was verpassen. Doch dann. Plötzlich. Innere Ruhe. Und Gewissheit. Scheiß auf die anderen Platten. Mögen sie noch so toll sein. Jetzt dreht sich nur eine Scheibe: “When The Sun is Out / When Skies Are Grey” von Hathors. Ihre ganz neue. Wahrscheinlich ihre beste.
“When The Sun is Out / When Skies Are Grey” erscheint genau heute und verdammt, dieses Album ist so gut, so mitreißend und so [bitte beliebig euphorischen Superlativ einsetzen]. Im Groben ist es Alternative Rock. Melodischer, eingängiger, häufig melancholischerer und dabei immer eindringlicher und sehr, sehr energetischer Alternative Rock. Entziehen nicht möglich, die Songs kommen auf den Punkt, strotzen vor Kraft und reißen mit. Sie packen einen und gefallen sofort. Alle. Und das ist nicht alles
Denn immer wieder bricht das Schweizer Trio aus und baut Punkrock ein, manch poppige Momente und immer wieder das, was man als Grunge kannte. “When The Sun is Out” zum Beispiel erinnert vom Spirit an eine Band wie Mudhoney, “Ten Thousand Days” vermischt die Beatsteaks mit Nirvana, in anderen Momenten schimmern die Pixies durch. Okay, kein Grunge, niemals Grunge, aber irgendwie eine Epoche. Ein Gefühl. Ist auch egal, denn natürlich sind es hier immer Hathors, sind es ganz eigene Songs, die einen berühren und beschäftigen, die begeistern und eben mitreißen. Und das immer und immer wieder.
