So, Hamburg. Paul Kalkbrenner. 27. Juni 2026. Heiligengeistfeld. Einfach so, mitten im Sommer, mitten in der Stadt. Neues Album „The Essence“ dabei, frisch aus 2025, klingt irgendwie vertraut und dann wieder gar nicht und sowieso anders, sobald er’s live auseinanderbaut. Hamburg Calling also, im wahrsten Sinne.
Und ja, Heiligengeistfeld. Offen gesagt nicht der Ort, wo man automatisch an ein Open Air denkt. Eher so: Kirmes, DOM, Lost-Glühweinbecher, Wind von der Elbe, Geschreie aus dem Stadion. Und dann plötzlich ein riesiges Kalkbrenner-Setup zwischen allem. Direkt neben dem St.-Pauli-Stadion, zwischen Wohnhäusern, Straßen, Kneipen – komplett im Herzen von St. Pauli. Ein bisschen absurd, aber genau deshalb gut. Alles vibriert, alles nah, alles mitten im Kiez.
Und natürlich hängt über allem immer noch dieser Film, Berlin Calling. Kalkbrenner, der Typ auf der Leinwand mit den großen Augen und den noch größeren Beats. Das Ding lief damals überall, lief lange, lief auch in Hamburg ewig im Programmkino. Seitdem weiß jeder: Wenn er live spielt, könnte jederzeit wieder jemand mit einem „icke…“ anfangen. Diesmal halt nicht Berlin. Diesmal: Hamburg Calling in echt.
Wer ihn schon mal gesehen hat, weiß: Man steht da, irgendwer verliert dauernd seine Sonnenbrille, irgendwer schreit „SKYYYY AND SAAAND“ zu früh, und Kalkbrenner bastelt vorne konzentriert an Kabeln rum, bis plötzlich alles losbricht. Klassiker, neue Tracks, alles durcheinander, alles anders, alles gut.
„Ninety-Two“, der Stromae-Track, „Dreaming On“ – dürfte alles irgendwo auftauchen, wahrscheinlich in Versionen, die es so nie wieder gibt. Heiligengeistfeld halt: Beton, Wind, Bass, irgendwer rennt zu spät rein und sagt „bin jetzt daaaa“. Bei Paul Kalkbrenner am 27. Juni 2026 auf dem Heiligengeistfeld. Tickets? Ab jetzt: hier!
(ds)
