Eine der ersten Bestätigungen für Roskilde 2012 war Frau Elfe. Die Vorzeigemusikerin Islands hat ja unlängst Ihr achtes Studioalbum “Biophilia” veröffentlicht. Und es reiht sich ein in die Reihe der Kunstwerke, die Frau Gudmundsdóttir seit Ihrem ersten Album “Debut” 1993 als Solokünstlerin vorgelegt hat. Vom Avantgarde-Pop über Elektro und A-cappella nun hin zum exzentrischen, manchmal abstrakt anmutenden mutimultimedialen “Biophilia”.
Zusammen mit isländischen Chormitgliedern, ordentlich technischem Brimborium und eigens entwickelten Instrumenten füllen elf Tracks die Gehörgänge. Bjork hat erneut ein Klangkunstwerk geschaffen, bespickt mit Harfen in “Moon”, 80er Jahre Keyboard in “Thunderbolt” und klösterlichen Glocken in “Hollow”. Es ist ein Album geworden, ein ganzes Album, es soll nicht zerstückelt gehört werden und nicht nebenher. Dafür hat es zu viele Details, zu viel Leidenschaft. Sehr zu empfehlen sei hier das hübsche Digipack, das noch drei Bonustracks liefert. Und das Cover, mal ehrlich, greift doch schon mal fett auf die Orange Stage zu. (tk)