OMD. Eine Band, auf die (das mal vorweg) der Schreiber dieser feuchten Zeilen eh’ nichts kommen lässt und die jetzt mit dem Track “Decimal” auf “English Electric” (Album Nummer Zwei nach dem Comeback) sogar eine Brücke in die ferne Vergangenheit zum 30. Geburtstag von “Dazzle Ships” schlägt. Das kann man einerseits als fein gezwirbeltes Marketing-Tool begutachten, andererseits als den langen Hebel einer Institution, die seit immer schon auf echte und gefühlte Welthits abonniert ist. Weitere Anekdoten?
Bitte: “Kissing the Machine” hat seine Referenzen in einem alten Karl Bartos-Track, die Ex-Propaganda-Chanteuse Claudia Brücken darf darin mitknutschen und fast am Ende bauen die lieb gewonnenen Briten auch noch deutsches Sprachwerk ein und geben dem Track den Namen “Dresden”. Dass OMD sich hier und da natürlich gerne selbst zitieren und man zumindest das Gefühl hat, Zeilen wie “Across the Universe” schon auf jedem aller bisherigen zig Alben einmal begegnet zu sein … geschenkt. “English Electric” mag höchstens die BumSchakalakElektro-Polonäise fehlen oder sie ist dieses Mal mit “Metroland” halt einfach etwas langsamer und länger ausgefallen. 21. Mai | Docks. Tickets gibt es nicht überall. Theaterkasse Schumacher hat sie. (kel)
