Das Thema “Danger Mouse produziert Portugal. The Man” ist gegessen und verdaut. Langweilen wir euch nicht weiter mit. Dass “Evil Friends” aber gleich mein ganz persönliches Album des Jahres bis dato werden würde, war nach solch langer persönlicher Zeit Abstinenz von der Band nicht wirklich zu erwarten. Ob es daran liegt, dass mir im vorgerückten Alter gar nicht so wahnsinnig viel Herausforderung in der ästhetischen Konfiguration droht?
Nein, das wäre frech. Mit den einschlägigen und oft gehandelten Vorbild-Kandidaten, auf die Portugal. The Man zurückgreifen kann das aber auch nichts zu tun haben, denn mich interessieren die Beatles und die Beach Boys seit jeher eher so mittel. Vielleicht ist “Evil Friends” aber auch einfach der Moment zu begreifen, wie weit gefächert Indie-Pop sein kann, dass es The B-52s auch mal in gut gab, cheesige “We don’t need no modern jesus”-Chöre durchaus gefallen können und das Konzert am 19. September im Gruenspan (concert-news präsentiert) eindrucksvoll werden muss. Isso. (kel)