Fiedel. Frickel. Und Hopsasa und Trallala. Jetzt wird geproggt, jetzt proggen die Meister. Dream Theater haben seit vergangenem Freitag ein neues Album draußen und sie selbst sind davon ziemlich sehr begeistert.
“Dies ist das erste selbstbetitelte Album unserer Karriere, und mir fällt nichts ein, was mehr über seine musikalische und kreative Identität sagen könnte. Wir haben darauf all jene Elemente erforscht, die uns einzigartig machen – vom Epischen und Intensiven bis zum Atmosphärischen und Filmischen. Vom Ergebnis sind wir unglaublich begeistert und können es gar nicht abwarten, bis es jeder zu Ohren bekommt.” Das sagt Gitarrist John Petrucci, der die neun Songs auch produziert hat.
Ja, das Ding kann schon was. Sagen wir. Ob es das beste ihrer jetzt schön zwölf Alben ist, können wir nicht sagen, dazu müsste man alle zwölf Alben kennen. Um “Dream Theater” aber zu mögen reicht genau das und genau das liefert 68 Minuten spannende Progmetal-Unterhaltung. Manchmal natürlich anstrengend, fast schon ermüdend. Häufig auch ausufernd, hier und da glatt, aber episch und hymnisch. Immer verspielt, meistens gut. Mit Stimmen und instrumental, laut, lauter oder leise. Ausfälle gibt es keine, Highlights ein paar. Das in fünf Parts geteilte und 22 Minuten (!) lange “Illumination Theory” mit Kammerorchester und fiesen Vocals zum Beispiel, die beeindruckend sprachlose “Enigma Machine” oder auch das souveräne, eingängige, aber nicht einfache “The Enemy Inside”. Und das auch:
Nach Hamburg kommen die Herren auf ihrer Tour nicht. Aber nach Hannover. In die Swiss Life Hall. (ptk)
