Zurück in die Zukunft. Man kann viele der Künstler aus diesem Achtziger- und Neunziger-Gelöt ja mal getrost in Pfeifen rauchen, die keinem Friedensabkommen unterliegen. Mit den Simple Minds geht es mir anders. “Alive & Kicking”- oder “Don’t you forget about me”-Seitenverweise liegen zwar nun viel zu offensichtlich auf der Hand. Aber wenn schon Großmogul Bono höchst selbst so verlorene Seelenteile wie “October” wieder in sein Live-Set aufnimmt, darf doch zumindest mal die Hoffnung leben, dass Kerr & co. auch zum machen in den Keller steigen.
Für heutige Einsteiger: Ruhig mal bis “Real to Real Cacophony” die Zeit zurückkurbeln und erst dann mit “New Gold Dream” die Schranke zur nächsten Dimension überschreiten. Wer das dann alles noch in einen Topf mit so Sachen wie Belfaster Kindern oder Südafrikanischer Apartheid bekommt, scheint ein grenzenloser Optimist zu sein oder wirklich großer Fan der sehr umfassenden Bandgeschichte. Die Simple Minds am 17. November in der Barclaycard Arena (concert-news präsentiert). (kel)
