Montagmorgen in der Schule. Irgendwann 1983, oder so. Musikunterricht bei Frau Roggon. Mitschüler stellen ihre Lieblingsmusik vor und eitle Kenner-Posen konnten wir damals alle schon prima. Einer bittet mich wenige Tage zuvor um meine Peter Schilling-Musikkassette. Wegen “Major Tom”. Wegen “du hörst doch sowas, die hast du doch bestimmt, oder?”. Woher weiß der Penner das?
Dass besagter Mitschüler tatsächlich selbst auf den Namen Tom hört – geschenkt. Und ja, wirklich. Dieses “Major Tom” aus der Neuen Deutschen Welle faszinierte mich (eigentlich bis heut) ohne jedes Schamgefühl. Dann steht Tom plötzlich da vor der Klasse. Wenig überraschend dreht sich sein Referat weder um Neuigkeiten, noch um quietschbunten deutschen Pop, sehr wohl aber um Wellen. Um genau zu sein: David Bowie ist das Thema. Im nächsten Moment ist alles anders in meiner Komfortzone. Wenige Minuten später ist es dann Tom, der mir seine Musikkassette verleiht. Ihr Titel: “Space Oddity”. Danke Tom, Danke, David Bowie. (kel)
