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Lügenpresse

Warhaus„Warhaus is Maarten Devoldere (Balthazar)“. Mit dieser Ansage gilt es Warhaus auch live zu (er)leben. Erstmals im vergangenen Winter beim Eurosonic-Festival in Groningen, als die Belgier im Rahmen einer Theaterhinterbühne nicht nur Ideen von James Bond, sondern gleich auch ein paar Hektoliter Leonard Cohen-Karma und gefühlt noch mehr Tabakrauchschwaden über den pickepackevollen Saal versprühten.

Jüngst beim Lüneburger Lunatic-Festival dann die leicht abgespeckte Version ohne Sängerin und den dringenden Devoldere-Konterpart Sylvie Kreusch (Soldier’s Heart). Macht aber immer noch allerfeinsten Dunkelkammerpop mit Jahresgarantie für Gänsehäute bei jedem Hördurchgang von „We Fucked A Flame Into Being“. Dem Werk, das spätestens von „The Good Lie“ vom Schwarzlicht bis auf die maximal lethargischen, schweren Knochen durchtränkt wird. Wer Warhaus somit als Startschuss in den Tagessprint wählt, könnte danebener nicht liegen. Das hier ist Drama, aussitzen, noch länger aussitzen, immer noch aussitzen, morgen wieder aussitzen, nicht eben wenig Edward Hopper und eine leidenschaftlich gerührte Gemengelage deiner Wahl dazu. Warhaus  | 1. November | Molotow. (kel)


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