Kürzlich gingen wir mit Tonia Reeh auf eine kurze Wolkenreise, in ein paar Tagen dann geht es ins Golem (28. Oktober). Vorher war noch Zeit für ein kurzes “Was wäre eigentlich, wenn …?”:

Du hast ja in der Vergangenheit unter dem Namen Monotekktoni elektronisch basierte Musik gemacht, die auch wesentlich aggressiver, lauter und krachiger kam. Wie fühlt sich die Show, die Du nun nur mit Klavier und Stimme bestreitest, für Dich im Vergleich dazu an?

Es fühlt sich Zuhause an, Echtzeitmäßiger, unabhängiger. Aber da ich meistens ein anderes neues Instrument vor mir habe, auch wie ein Kennenlernen eines neuen Wesens. Ich bin nicht mehr so zerstreut zwischen Knöpfen, Hüpfen und Tasten. Aber das Ziel ist das Gleiche: Katharsis für mich und die Zuhörer.

Du hast Deine Platte “Boykiller” in Hamburg aufgenommen und sie erscheint auf dem Hamburger Label Clouds Hill. Bist Du selbst auch öfters in Hamburg? Hast Du eine Beziehung zur Stadt?

Ich mag Hamburg, war aber bisher nur zu Konzerten oder Aufnahmen da. Einige Freunde kommen aus Hamburg, leben aber nun in Berlin.

Als junge Mutter und Künstlerin ist es sicherlich schwer, manchmal alles unter einen Hut zu bekommen. Hast Du jemals darüber nachgedacht, was geworden wäre, wenn Du einen anderen Lebensweg eingeschlagen hättest?

Haha. Die Welt wäre eine überflüssige Musikerin los und eine Resourcen verbrauchende Erdbewohnerin weniger. Immer mal wieder habe ich drüber nachgedacht, und auch ernstere Versuche gewagt andere Berufe zu lernen, mit dem Ergebnis, danach umso sicherer zu wissen, was ich will: meine eigene Musik machen. Seit ich Mama bin, ist es mir noch nicht wieder in den Sinn gekommen, was anderes zu machen. Alle anderen Ideen, die ich wirklich mag, sind auch immer auf einem unsicheren Feld. Ich wäre aber vielleicht gerne mal Reisejournalistin oder Puppenspielerin.

Interview: (kel)

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