Mathematisch gesehen sind die Tage Ende Januar heiße Anwärter für den “worst day of the year”. Grund zur Vorfreude gibt es trotzdem, denn wer passt besser zum Januarblues als Wendy McNeill, die Elfe des Folk Noir. Mit dem obligatorischen Akkordeon und ihrer eigenwilligen Mischung aus Folk, Blues, Alt-Country und Gothic aus macht sie am 28. Januar Station auf Kampnagel.

Noch gut im Ohr ist Wendys 2011er- Album “For the wolf, a good meal”, ihr inzwischen fünftes. Düster, subtil, im besten Sinne unprätentiös lässt sich ihr Stil beschreiben, gespickt mit schonungslosen Lebensweisheiten, die die Kluft zwischen idealistischen Ansprüchen und gelebter Realität entlarven – und trotzdem mit einem so ansteckend gesunden Blick auf das Leben, dass man mit einer heiteren Schwere zurückbleibt.

Das passt zur Idee der Kampnagel-Reihe SMALL BEAST (Link ): Der New Yorker Paul Wallfisch (Botanica, Firewater, Little Annie) lädt ausschließlich Überzeugungstäter ein, die sich bewusst abseits von Mainstream und Musikmarketingindustrie bewegen. Neben Wendy McNeill ist David Judson Clemmons zu Gast, dessen letztes Album sich mit – was wohl! – dem düsteren Berliner (Anm. der Red.: Kollegin (veb) verfasst für uns aus dem Berliner Exil) Winter beschäftigt. Vergesst alles, was bisher war, dieser Abend ist der eigentliche Start ins wunderbare Musikjahr 2012! (veb)

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