Wenn Robert Ellis am zweiundzwanzigsten Zweiten im Molotow der zweite Mann neben Dawes sein wird, dürfte der zweiundzwanzigjährige sicherlich die zwei vollkommen unterschiedlichen Gesichter seines Albums “Photographs” präsentieren. Das nämlich teilt sich zunächst auf in eine Songwriter-Hälfte feinster, nicht ganz so hell leuchtender Couleur und nimmt hernach den direkten Weg nach Nashville, Tennessee.
So wird “Photographs” für den einen ab Stück Nummer Sechs zur kritischen Country-Masse oder erschrickt den anderen urplötzlich mitten im geschickt eingefädelten Kuschelmodus. Aber keine Sorge: Ein paar (wirklich) schöne Cowboy-Klischees werden hier allemal bedient. Der Titeltrack gar gebiert sich zum Heulen schön. (kel)