Nach Titanic in 3D und Hafengeburtstag gehen wir am Herrentag alle nüchtern zum nautischen Ereignis des Jahres ins Haus III&70. Da spielen nämlich am Abend des 17. Mai We Are Augustines und die sollte man dann mit allen zur Verfügung stehenden Sinnen wahrnehmen können. ‚Rise Ye Sunken Ships‘ heißt das Debütalbum der New Yorker und das steht, schenkt man den Texten seine Aufmerksamkeit, für die ganzen bösen Erinnerungen, die einen ab und an heimsuchen. Wie Schiffe, die vom Grund des Ozeans gehoben werden. Sie bergen Schätze, manchmal gute, aber eben oft auch schlechte.

Da ist die Frau die man liebt, die einen anderen heiratet, der Suizid des Bruders, der verschwundene Vater. Ausgefranste, rostige Löcher im Schiffsbauch sind das, durch die man blickt. Über Jahre unermüdlich vom Schicksal genagt. Doch einmal gehobene Schiffe sinken nicht wieder und so verlieren sich We Are Augustines auch nicht in Sehnsucht und Schmerz, es gibt immer irgendwo blauen Himmel, Vergebung und wenn alles nichts hilft, dann muss man mal „Rattlesnake guts“ haben und durch. Wir haben für euch zwar leider keine Taucheranzüge, Schwimmflossen, oder ähnliches, dafür aber, viel besser, diese Empfehlung halt, dort dringend vor Anker zu gehen. (mh)

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