Der Hype, die alte Attention Whore, schreit es seit Monaten von den Dächern: Cro, der nächste Retter des totgesagten deutschen Hip Hops. Cro, der virale Star der Digital Natives mit 21 Millionen Youtube-Klicks fürs “Easy”-Video. Cro, der Panda-Rapper, der den Majors die Stupsnase zeigt. Cro, der selbsternannte “King of Raop”, der ohne Scham Rap und Pop miteinander verheckselt.
An Etiketten und Schubladen mangelt es jedenfalls in der Berichterstattung über den jungen Mannes aus Studdis Outback nicht. Ebenso wenig an Hatern und ersten Skandälchen – Zwangsenthüllung des Allzeitmaskierten durch Das Ding, Aufruhr über eine schlechte Album-Vorabbesprechung im Fachblatt “Bravo Hip Hop Special”. Jetzt aber ist es endlich da, das langersehnte Debüt “Raop” – Marschrichtung “Easy”, also eingängige Beats, Wortspielereien, hie und da versetzt mit Sampels und Zitaten aus Indierock und Pop. Der Helene Hegemann des Deutschraps, sozusagen. Besonders tiefgründig ist das nicht, aber dafür sind ja auch andere zuständig. Prinz Pi zum Beispiel oder der fabelhafte Shaban.
Über Cro kann man sich also vorzüglich streiten, aber besser: erst mal anhören und dann prüfen, ob der Hype nicht doch recht hat. Live geht das natürlich auch: Panda-Alarm for free am 6. Juli beim Campus Open Air und im September dann nochmal beim Reeperbahn Festival. (mmk)

3 Kommentare
hey leute
Cool
hi