Verspielter, vielschichtiger Postrock und breite Gitarrenwände gefällig? Im Rahmen des Frequenz III&70 gibt es dazu im gleichnamigen Haus am 12. November die perfekte Gelegenheit. Auf ihrer Tour machen die aus Boston stammenden Caspian einen Halt in der Hansestadt. Erst vor ein paar Wochen präsentierten sie ihr neues Album “Waking Season” (VÖ: 21.9. via Make My Day Records), auf dem sie mit viel Gefühl und Fingerfertigkeit Wände erwachsen lassen, um sie wieder zum Einstürzen zu bringen.
Nach ihren Vorgängeralben setzen sie nun auf die härtere Schiene und
verpassen ihren ausgefeilten Melodien noch mehr Bombast, der auch vor Metall-Einflüssen keinen Halt macht. Vielleicht hat der Produzent Matt Bayles ja da seine Finger mit im Spiel gehabt, wenn auch vereinzelte Vocals und der spärliche Einsatz von elektronischen Geräten in die neuen Songs einfließen. Jedenfalls hat dieser bereits mit Minus The Bear, Mastodon und Mono aufgenommen.
Fakt ist, dass es sich lohnt, Caspian live zu erleben, denn das ist mehr als nur ein Konzert, das ist wahrlich ein Erlebnis. Spielfreude hat einen Namen! Und wer denkt, dass Post-Rock tot ist, der kann ja gegenüber nen Kaffee schlürfen gehen oder sich (am besten vor dem Konzert) bei den Live Sessions überzeugen (und dann zum Konzert kommen). (ms)
