Jedes Jahr aufs Neue spielt beim Reeperbahn Festival mindestens eine Band, die wie The Horrors klingt. Dieses Jahr: Toy. Aber Toy sind mehr als ein The Horrors-Klon. Die 2010 gegründete Band besteht aus Sänger und Gitarrist Tom Dougall, Gitarrist Dominic O’Dair, Bassist Maxim Barron Keyboarderin Alejandra Diez und Charlie Salvidge am Schlagzeug. Ein Teil der Namen könnte schon von der inzwischen aufgelösten Band Joe Lean & The Jing Jang Jong bekannt sein.

Toy hingegen haben es weiter gebracht und dieses Jahr ihr selbst betiteltes Debütalbum mit einer Mischung aus psychedelischen Elementen und Post-Punk und Krautrock veröffentlicht. Als Referenzen sind neben The Horrors auch Peace oder Crocodiles zu nennen. Die Debütsingle „Left Myself Behind“ ist auf „Toy“ nicht zu finden, dafür allerhand neues und altes Material. So beispielsweise die eingängige Single „Lose My Way“ und er ebenso einprägsame Opener „Colours Running Out“. In der Mitte des Albums wird es mit “My Heart Skips a Beat”  fast etwas cheesy. Mit dem fast zehnminütigen „Kopter“ endet das Album fulminant. Dazwischen finden sich keine wirklich schwachen Lieder. „Drifting Deeper“ bleibt zum Beispiel durch sein eindringliches Gitarrenspiel im Kopf.

Einen Großteil des Albums hat die Band beim Reeperbahn-Festival-Auftritt im Molotow vorgestellt. Wer früh genug da war, durfte Zeuge einer intensiven Show werden, die kaum durch Ansagen unterbrochen wurde. Ach, und warum erwähnen wir das Ganze? „Toy“ sind am  21. November wieder in Hamburg – wieder im Molotow. Und wer ein Ticket hat, läuft im Gegensatz zum letzten Mal nicht Gefahr vor der Tür stehen zu müssen. (ak)

 

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