“… hört ich dich nicht mal sagen, dich lässt jede ran? Und jetzt schau dich an: Wo bist du hingekommen? Ich sag’s dir, sie ist weg und …” der Rest der Geschichte darf als bekannt vorausgesetzt werden. Und wenn Ecke Schönhauser schon vollpfundig “Ein ganzes Album über die Ex-Freundin” ankündigten, durfte die Assoziationskette ja gerne sprießen. Die betreffende Unfairflossene gleich auf dem Input-Cover restezuverwerten setzt dann allerdings doch eine gewisse Chuzpe voraus.
Oder unterstreicht einfach das hübsche Gesamtkonzept aus TrauerWut, SMS-Lyrik und kognitivem Selbstmitleid im verk(r)aterten Endegelände. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Trennungsplatten per se sind in etwa so originell, wie heutzutage ein neues Konzeptalbum der Smashing Pumpkins. Weil Ecke Schönhauser es aber gebogen bekommen, ihren Input mit solch erfrischend desorientiertem Trotz und Wasser zu versehen, lässt das “Mixtape”-Finale ein dringend notwendiges “Liebesprotestpunk”-BrainStitStorming inklusive “I wanna be your dog”-Cover hinter sich. 29. Januar | Astra Stube.
