Pohlmann greift jetzt nach den Sternen? Na, dann. Doch was im Booklet von “Nix ohne Grund” hübsch durch die verschiedenen Dimensionen & Galaxien mäandert, fokussiert sich zunächst einmal auf kühle Kathedralen aus Träumen oder zwiespältige Gefühle in “Single in the rain”. Auf das Wortspiel soll man ja nüchtern auch erst kommen.

Dass “Starwars” mit englischem Refrain über loses lassen philosophiert und dabei neue Höhen erklimmt, die alte Pohlmann-Standards endlich mal ein bisschen ausblenden, ist erfreulich. Oder wenn “Atmen” Verluste inhaliert, die am Ende des Bewusstseins wieder Hoffnung erzeugen. Mag im ersten Moment esoterischer klingen, als es ist. Mit dem zweiten siehst auch du dann besser. Aber selbst wenn es denn so wäre … warum nicht eigentlich?

Musikalisch wirkt “Nix ohne Grund” derweil ausformulierter als bisher, untermalt den steten roten Faden, der “tragisch” & “magisch” miteinander verknüpfen kann. Wird der Bengel jetzt also von Album zu Album viel zu früh viel zu erwachsen? Wo bleibt die verdammte Verliebtheit? Jahreszahlen oder Jahreszeiten? Keine Sorge, ist (auch) immer noch Pohlmann, der auch mal schon ein paar Minuten nach dem Date verstörend nervös auf das Display glotzt. Wahrscheinlich auch nicht gänzlich ohne Grund. 29. September | Große Freiheit 36 (kel)

 

Share.

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.