Der Mann lässt nicht nur Volkes (Speise-)Säle (und somit vermutlich auch Seelen) kochen. Charles Bradley (19. Juni | Gruenspan | concert-news präsentiert) kann nämlich tatsächlich auch am Herd. Und verbriet mit der Hilfe einiger vollends versalzener privater Suppen nicht eben geringe Weilen seines Lebens als gelernter Koch, bis Bradley (*1948) endlich 2002 mit seiner ersten Single auf das Tablett kam. Vermutlich hieß die nicht ganz zufällig “Take it as it come” und erschien verdient beim feinen Label Daptone Records. Lecker, das.
Noch ein paar weitere Jahre dauerte es, bis mit “No time for dreaming” (2011) und dem aktuellen Nachfolger “Victim of love”, der den Faden aus Liebe, BestChoiceGrooveLeiden und in aller Hinsicht aufgesetzter Hörnern nahtlos aufnimmt, endlich ganze Alben erschienen. Man möchte gar nicht wissen, wo diese ganze Hitze verpufft wäre, hätte sich Charles Bradley irgendwann für Kochbücher entschieden. (kel)
