Das kommt ja genau zur richtigen Zeit. Mit der Assoziation “Winter” locken kommt wohl gleich nach der Aufgabe einen ausgemachten Karnevalisten für ein Olafur Arnalds-Konzert (25. Mai | Kampnagel) zu begeistern. Aber man soll ja beide Seiten nicht unterschätzen.
Das isländische Multitalent an allen möglichen Steinchen und Stöckchen jedenfalls kommt mit dem dritten Album “For now I am winter” gestrichen dramatisch um die Ecke. Minimalismus auf voller Bildschirmgröße (oder war es doch die Leinwand?), Klavier, Elektrofunzeln, Violinen unterlegt mit phatten Beats und manchmal tatsächlich eine Eiszeit im Miniaturwunderland-Format. Wer vorher nicht erstarrt ist, bekommt ab dem Titelstück auch hin und wieder einen zarten Hauch von Lyrik. Schön. An Sommertagen einfach vorher mal den Kopf ins Kühlfach legen und ihr seid drin. (kel)