Neulich auf der Aftershow-Party in den Katakomben der Sporthalle, die übrigens nicht mehr “Alsterdorfer” angesprochen werden will. The BossHoss hatten gerade einen sackstarken Auftritt auf weit über zwei Stunden ausgewalzt. Nicht wenige im Publikum, die sich am liebsten noch im Anschluss mit der Band gemessen hätten. In welchen Kämpfen auch immer aber lasst euch gesagt sein: Das neue BossHoss-Hausbier kleckert mächtig in die Puschen, also Obacht bei der Wahl der Waffen.
Wir schweifen ab, während “Flames Of Fame -Live Over Hamburg Berlin” den zehnköpfigen Livewahnsinn nochmals Revue passieren lässt, der die Band nächstes Jahr auch mal nach Australien trägt. Nun, warum nicht? Dass hier die zweite Fangeneration kräftig mitbedient wird, liegt nach der ersten Live-Ausgabe von 2008 natürlich auf der Hand. Dass The BossHoss ihr lang gehegtes Image als bessere Coverband auch längst abgelegt haben wie einen schlaffen Cowboyhut, wird ebenfalls gewahr. Selbst wenn man sich eingestehen muss, dass “Hey Ya” und “What’s Up” in ihren beiden jeweils über zehnminütigen Versionen doch immer noch ziemlich amüsant kommen. Und von den umwerfenden zehn Mann auf der Bühne gilt auch gerade keiner als zu viel. Boys & Ladies, das kann man schon ganz ohne Fremdschamhaare mal so machen. (kel)