Tante Polly singen vom “Kamerunkai”, klingen manchmal ein bisschen wie besser gelaunte Tele oder Erdmöbel und spielen auf dem Theaterschiff am 2. Juni. Alternativ findest du Tante Polly und ihre schöngeistigen Einsamkeiten, die auch mal dasselbe auf die Elbe reimen, am 29. März im Wohnzimmerkonzert. Dann wird vermutlich auch schnell klar, warum, wann und wieso diese Tante Polly nun ausgerechnet Hitzefrei im noch nicht mal richtig Frühling macht. Und dann sogar noch Bass, Cello, Bratsche und Gypsy-Gitarre warm & fluffig miteinander verweben will.
Daraus entsteht balladesker Wahnsinn, wie wir ihn eben schon vorstellten, morbides Feuer und irgendwas mit einer schönen Melange aus Jazz unter der Kaffeesahne. Das schüttelt und berührt, rüttelt manchmal und verführt. Nur die Sonne scheint gar nicht so derbe aus dem Arsch, wie sie glauben machen möchten. Eigentlich verdammt gut so. (kel)
