Und jedes Mal denkt man: Okay, aber jetzt. Jetzt machen The Subways ein Album, das nicht so stark ist. Ach was, jetzt machen sie bestimmt ein richtig, richtig schlechtes Album. Müssen sie ja mal. Und dann kommen die drei mit neuen Lieder um die Ecke, man hört sie, feiert und denkt: Okay, aber das nächste Album, das wird schlecht. So richtig!
Ziemlich genau zehn Jahre ist es nun her, dass The Subways ihre erste Platte veröffentlichten. Jetzt sind wir bei Nummer vier. Und zu keiner Zeit haben sie einen enttäuscht. Weder live und schon gar nicht auf Platte. Und das machen sie auch hier und heute mit “The Subways” nicht und das werden sie morgen nicht in der ausverkauften Großen Freiheit 36 tun.
Hier und jetzt aber: “The Subways”. Zwölf Songs stark und wenn man wirklich, wirklich hart ist, sehr streng und auf der Suche nach der Erbse – dann sind hier neun neue Brecher drauf. Und drei gute neue Lieder. Echt jetzt, kein Witz, The Subways zocken hier wieder Hits runter, die man nur lieben kann.
Klar, typisch und im Grunde wie immer – schroffe Gitarren, wunderbarer Wechselgesang, große Melodien, Pop aus der Garage – und doch wieder neu, wieder ein bisschen anders, wieder frisch. Ob der grandiose Opener “My Heart Is Pumping To A Brand New Beat” (siehe Video hier), das rumpelig-rauschende “Dirty Muddy Paws“, das atemberaubende “We Get Around” oder eben auch “Taking All The Blame“. Was ein Spaß, was eine Freude. Heute, besonders morgen und den ganzen Sommer auch. (mf)
