CheatahsUnd wieder was entdeckt: Dreamgazepunk. Ähm, ja. Alles klar. Ein Kollege nennt es auch Neo-Sheogazer-Dronepop. Auch hier: klar. Sofort. Wir sagen aber mal lieber einfach einfach schön. Sehr schön sogar, sehr berührend und tatsächlich besonders. Das Album, der Sound, die Band. Die Cheatahs.

“Mythologies” ist das zweite Album der vier Herren aus London. Und es ist ein klassischer Grower. Denn anfangs plätschert es so dahin, es läuft durch und irgendwie passiert nicht viel. Es ist solider Indie-Pop. Oder meinetwegen auch Shoegaze.

Doch nach dem dritten oder vierten Durchlauf ändert sich etwas. Dann wird aus normal schön, dann wird dieses Album verdammt noch mal klasse. Ein butterweiches “In Flux” zum Beispiel wird zum hippeligen Kopfnicker, “Freak Waves” entwickelt eine zuvor nie erahnte Kraft und “Deli Rome” klingt wie ein futuristisch-verdrogter Ausflug ins frühe England. Auch ein “Su-pra”, das anfangs eher nervte, ist plötzlich ein verfrickeltes Monster und “Seven Sisters” nicht mehr nur monoton, sondern schlicht erhaben.

13 Songs sind auf dem Album, jeder hat seine Reize, keiner wird langweilig und keiner ist Punk. Nicht mal das etwas lärmige “Colorado”. Oder meinen die mit Dreamgazepunk etwas anderes? Attitüde vielleicht? Rebellion? Keine Ahnung. Und am Ende auch egal. Anders als dieses Album, anders als diese 51 Minuten. 51 Minuten Indie, Rock und Pop. Mit Stil. (mf)

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