GoGo PenguinHimmel, ob sich jemals wer entblödet hat, den flockigen Überjazz von GoGo Penguin mit den watschelnden Schritten dieser ach so possierlichen Tierchen in einen geflügelten Zusammenhang zu bringen? Dem hätten wir ja sonst jetzt auch Genüge getan. Man kann sich das auch schon mal fragen, während in exakt diesem Moment draußen dicke Flocken Prachtweiße an den Scheiben hinuntergleiten. Und als hätten Sie, Leser, es erahnt. Ja, die Klaviermusik von GoGo Penguin bietet ein ganzes Stück weit beste Untermalung dazu.

So passgenau, dass nicht einmal Sonnenstrahlen das manchmal schon sehr bedeckte Gesamtbild stören würden. Elektrifizierte Tasten ohne Überforderungsgefahr aus Impressionenfluten. Lobhudeleien glitten nach dem ersten Album „Fanfares“ wie Nächte übers Eis. Einigkeit von Gilles Peterson bis Jamie Cullum. „Man Made Object“ (erscheint am 5. Februar) erscheint jetzt auf, hoppla, Blue Note in der immer noch passenden Schublade akustischer, elektronischer, instrumentaler und sackstark arrangierter Perlen. Dass im Presse-Making-Of von „Transhumanismus und ‘Human-Enhancement’-Technologie“ (hier bitte alle mal eine kleine Kunstpause einfügen) die schöne Rede ist, kann abendfüllende Folgen nach sich ziehen. Um einfach sonst in Abwandlung einer Kolleginnen-Theorie zu sprechen: GoGo Penguin aus Manchester sind als kongeniales Trio, nebst vielen anderen Assoziationen, auch Instrumentalisten für „Sonst eher Techno“-Freunde. Kreis geschlossen, Vorverkauf eröffnet: 6. April im Mojo Club. (kel)

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