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    Chor des Monats: April 2016

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    By rooka on 1. Mai 2016 Chor des Monats

    April, April, der weiß nicht was er will. Das Wetter spielt verrückt: Schnee, Sonne, Regen, Hagel, Sturm – von allem ist etwas dabei. Genauso vielfältig war  es auch musikalisch. Unser Monatsrückblick:

    Nada SurfChris Cornell (02.04., Laeiszhalle) Über zwei Stunden Klassiker von Soundgarden, Audioslave und seinen Solo-Platten, tolle Cover (u.a. “One” von U2 mit den Worten von “One” von Metallica) und unzählige grandiose Geschichten aus dem Leben des Chris Cornell. Sensationelles Konzert. (mf)  *** Nada Surf (02.04., Michelle Records) Ein langes Set im proppevollen Plattenladen bei wunderbarem Wetter in Hamburg. Was will man mehr? Klar, das Konzert am folgenden Tag im Mojo Club. (rb) *** Nada Surf (03.04., Mojo Club) Für den Sonntag Abend nochmal Nada Surf. Eröffnet wird der Abend von den grandiosen (!) Farewell Dear Ghost, die eine so schöne Klangkulisse erschaffen, dass folgendes Wort verwendet werden darf: Perfekt! Nada Surf führen die gute Stimmung mühelos weiter ins Felde, erzählen ein wenig, spielen grandios alte Hits und auch die Songs vom neuen Album “You Know Who You Are” sind live ein Genuss. (rb) *** Fips Asmussen (04.04., Schmidts Tivoli) Nichts zu lachen? Arm dran? Lieber das, als Arm ab. Oder zu Fips Asmussen gehen. Zu Beginn werden unschuldige Besucher aus den ersten Reihen durch den Kakao gezogen. Das norddeutsche Urgestein der Witzeerzähler schießt aus allen Rohren und liefert Flachwitze am laufenden Band. Auch Heinz Strunk war amüsiert im Publikum anzutreffen. Es wurde schallend gelacht und jede Sorge aus dem Raum verbannt. Der Mann im Regenbogenhemd, man sollte ihn gesehen haben. (rb)

    The Posies*** AnnenMayKantereit (05.04., Große Freiheit 36) Die Große Freiheit. Eine bereits lang anhaltende Liebe. Der für mich tollste Musikclub in Hamburg beherbergt heute AnnenMayKantereit, die deutsche Band der Stunde. Ein wunderschönes Konzert mit großen Momenten. Wenn Henning May auf Englisch singt, wird erst klar, wie begnadet dieser junge Mann ist. Seine Stimme ist ein Geschenk. Die Musik dazu toll dargeboten, die Texte sprechen das überwiegend junge Publikum an, mich aber genauso. Beim dem Stück “James” ist Tanzen ein Muss! Ein Abend voller Glück. Danke. (rb) *** Neonschwarz (08.04., Uebel & Gefährlich) Deutschlands beste Rapper feierten ihre neue Platte. Im ausverkauften Bunker gab’s alte und neue Monster, Euphorie und Optimismus, Wut und Leidenschaft, Politik und Punk. Refugees Welcome und fick dich, Blankenese. So wichtig und mächtig kann Rap sein. Und auch so geil kann Rap sein. (mf)  *** Charles Bradley (12.04., Gruenspan) The One And Only. Da war er wieder, und wieder ganz groß und bewegend und den Blues aus allen Poren versprühend. Charles Bradley gibt sich voll und ganz hin auf der Bühne, und das nicht nur musikalisch (unterstützt von den fett aufspielenden Extraordinaires) sondern auch spirituell. Echte Soulpower. (jb) *** Brian Fallon & The Crowes (20.04., Fabrik) Nachdem Brian Fallon, mit Kumpel Jared Hart an der Seite, am Nachmittag bei Michelle Records entspannt plauderte und zwischendurch Songs ganz reduziert mit Gitarre präsentierte, legte er am Abend in der Fabrik mit seiner Band The Crowes voller Power nach. Neben den Liedern seines ersten Soloalbums wurden auch welche des Nebenprojektes The Horrible Crowes gespielt. Eine sympathische und rundum gelungene Show. (cR)

    Husum Harbour 2016*** The Inspector Cluzo (22.04., Molotow) TIC sind die Könige der Mini-Club-Shows. Die beiden unterhalten brilliant, wenn sie in der winzigen Skybar des Molotow auf Augenhöhe mit einigen Dutzend Leuten reden (“Ey you two loners over there, come here in front!”), uns über ihre Einstellung zu Paris aufklären (“Paris is not in France, fuck Paris”), sowie über ihre Einstellung zu Bassisten (“Fuck the bassplayer!”) und natürlich ekstatisch rocken (“All you hear today is unique! We are jamming with you”). Jedes mal aufs Neue die ganz große kleine Rockshow! (df) *** Wo Woodstock weiterlebt – Eine Lesung mit musikalischer Begleitung (22.04., Theaterkasse Schumacher) Manfred Winkler liest in der Theaterkasse aus seinen Memoiren des vergangenen Roskilde Besuches. Es wird wie im letzten Jahr viel gelacht, gestaunt und auch gefeiert. Alle freuen sich auf das, was da in diesem Jahr kommen wird. Nach all den Anekdoten aus 2015 spielt Kasper “Shampoobar” Hedegreen aus Dänemark auf und verwandelt mit Liedern wie “The Entertainer” den schönsten Ticketladen Hamburgs in einen kleinen, aber feinen Club. Ein rauschendes Fest. (rb) *** Turin  Brakes (22.04., Molotow) Gut gefülltes Molotow, kaltes Bier und die Band doch deutlich aufgedrehter und “rockiger” als von den Alben absehbar. Es wurde sogar ein bisschen getanzt. Schöner Abend. (jb)

    Manic Street Preachers*** Teleman (23.04., Molotow) Schnörkelloser Auftritt der Band, die mit “Brilliant Sanity” gerade ihr zweites Album vorgelegt hat. Getanzt wurde von Anfang an, aber das Programm wurde gefühlt doch eher abgespult, so dass nicht richtig Atmosphäre aufkommen wollte. Lag vielleicht am deutlich kühlen Auftreten des Frontmanns, dem außer einem mehrfach wiederholten lahmen ‘Hello Hamburg’ kaum ein Wort über die Lippen kam. Nach einer knappen Stunde war dann auch trotz eines lautstarken Publikums keine Zugabe mehr drin, schade. Hätte vom Ansatz her ein richtig toller Auftakt für die Samstagnacht werden können. (jb) *** Frank Turner (28.04, Molotow) Es ist schön, Frank Turner so schnell wiederzusehen. Er präsentiert Songs, die es auf sein nächstes Album schaffen sollen, “Positive Songs For Negative People”-Titel und alte Stücke, die ich überhaupt nicht kenne. Er ist in Plauderlaune und eigentlich ist es ein runder Abend. Mir fehlen aber die “Sleeping Souls”, seine Band, mit der er sonst live richtig Druck macht und nach vorne marschiert. Nur mit der Klampfe ist es ein Abend wie im Pub. Aber da ist man ja auch gerne. (rb) *** Kid Simius (29.04., Uebel & Gefährlich Turmzimmer) Eine Geburtstagsfeier der anderen Art. Drückende Elektroklänge im Bunker, zu denen sich gut feiern lässt. Der Mann, der viel mit Marteria und auch Bonaparte arbeitet, weiß sein Publikum zum Tanzen zu bringen. Durch eingestreute Gitarrenparts wird das ganze tatsächlich interessant. Und somit wird man zum Monatsabschluss wieder um eine Erfahrung reicher. (rb)

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