pressphoto-01“Spiritual Songs For Lovers To Sing” benötigt keinen Anlauf um dich an die nächste Wand zu pressen. Überdies benötigt “Spiritual Songs For Lovers To Sing” keinen besseren Ort als das Nachtasyl in Hamburg, denn in diesem einen Bild ist eigentlich schon vieles von dem beschrieben, was “Spiritual Songs For Lovers To Sing” ausmacht: Flucht, Schutz, Wut, Liebe & Dunkelheit. In den ausgemachten Genuss aber kommt nur, wer schon die irrwitzigen ersten 2:54 Minuten ohne nachhaltigen Schaden übersteht und sich den folgenden elf weiteren Tracks vorbehaltlos nähern kann.

LUH kürzen nur einen Weg ab: Den zu Lost Under Heaven. Alle anderen Pfade werden weite sein. Und personell so? Ellery Roberts (Ex-WU LYF) und Ebony Hoorn aus Amsterdam stehen für Musik, für audiovisuelle Medien & Realitäten, Kunst & Fotografie, für Filmproduktionen & für Manifeste. Erst nach aufwühlenden zehn Minuten nimmt sich Roberts‘ derbe aufgeraute Stimme eine kurze Pause und lässt der vergleichsweise sanften Gestik Hoorns den Vortritt. Nicht nur “Someday Come” in der Albummitte klingt dann mitunter als habe man den großartigen Future Islands ein paar Tonnen mehr industrielles Gewicht an die Fersen geheftet und gleichzeitig ein bisschen die Geschwindigkeit reduziert. Dann kommt noch mittiger “ORO” und nichts ist mehr wie kurz vorher. Alles in Trümmern. LUH spielen trotzdem weiter. Am 26. Mai in Hamburg im Nachtyasyl und am darauf folgenden Tag beim Neustrelitzer Immergut Festival. (kel)

Share.

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.