De La SoulWas? Wieso? Das Album der Woche kommt nicht von den Beginnern, sondern De La Soul? Ja, verdammt. Ja! Denn so stark “Advanced Chemistry” auch ist, “And The Anonymous Nobody” ist stärker. Noch stärker. Sorry, Beginner.

Das geht bei der Gästeliste los. Klar, Gzuz und Gentleman, Haftbefehl, Dendemann und Samy Deluxe sind amtlich. Justin Hawkins, Usher und Jill Scott, Estelle und Pete Rock, Damon Albarn (!), Snoop Dogg und David Byrne sind amtlicher. Und das geht beim Sound weiter. Klar, schon wieder, die Beginner liefern wirklich feine Old School-Sachen (“So schön”), spannendes modernes Zeug (“Schelle”)  und einiges dazwischen ab (“Posse”), De La Soul haben ein noch bunteres, ein noch spannenderes Album abgeliefert.

Denn meine Güte, hier passiert so viel, aber – die vielleicht größte Leistung –  trotzdem ist es irgendwie immer und nur De La Soul. De La Soul 2016, endlich wieder, “And The Anonymous Nobody” ist das erste Album seit elf Jahren. Und es ist Hip Hop, immer Hip Hop, aber ganz sicher nicht nur Hip Hop. “Drawn” mit Little Dragon ist düster-ambienter Pop mit Streichern, “Lord Intended” mit  Justin Hawkins fast schon Rock N Roll und die Snoop-Nummer “Pain” kommt mit Reggae.

Und immer wieder zocken sie dazwischen und ganz schön oft ihren lässigen Style, zocken moderne Alte-Schule-Songs wie “Property Of Spitkicker.com”, “Greyhounds” mit Usher oder das großartige “Trainweck” und bringen uns damit alle in Wallung. Nicken, chillen, lächeln, glücklich sein. De La Soul, Alter. Außergewöhnlich gut. Und noch besser am Ende. “Here In After” mit Damon Albarn. Was eine lässige Nummer, was eine coole, arschcoole Nummer, Gorillaz trifft De La Soul, fast sechs Minuten Großartigkeit. Und besser als jeder neue Song der starken der neuen Beginner-Platte. Hier getopppt von “Snoopies” mit dem Talking Heads-Mastermind David Byrne. Bombast trifft Chill Out, Rap trifft Pop, heute trifft gestern. Und damit vielleicht so etwas wie das Herz der Platte. Dieser so tollen Platte. (mf)

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