Bock auf eine krasse Stimme, aber keine Lust auf die üblichen Verdächtigen? Dann ist Fil Bo Riva der Richtige. Der 24-jährige Wahlberliner mit den italienischen Wurzeln kann es stimmlich locker mit AnnenMayKantereit und Co. aufnehmen – und ist doch ganz anders. Melodisch, intensive und vor allem melancholische Singer-Songwriterstücke sind Fil Bo Rivas Steckenpferd. Der Beweis: die erste Single “Like Eye Did“. Und der Nachfolger “Killer Queen” schlägt in die gleiche Kerbe.
Live kann sich das Ganze auch sehen lassen. Am Dockville-Freitag eröffnete Fil Bo Riva die Vorschot-Bühne und wusste trotz durch Krankheit um die Hälfte reduzierte Band mit sympathischer, etwas kauziger Schüchternheit und massivem Talent zu überzeugen.
Wer Fil Bo Rivas Dockville-Auftritt verpasst hat, muss jedoch nicht traurig sein: Am 21. September wird er – hoffentlich dann in voller Besetzung – im Rahmen des Reeperbahn Festivals auftreten (Location noch unbekannt), zwei Tage später erscheint dann auch seine Debüt-EP “If You’re Right, It’s Alright”. Definitiv einer, den man im Auge (und Ohr) behalten sollte – spätestens, wenn es um den perfekten Soundtrack für den baldigen Herbst geht. (mu)
