Es war die Zeit, als Maria Solheim “You, … kissing me …” einmal zu oft in (genau) “Kissing me” wiederholte. Wo auch sonst? War ja auch nur für meinen Geschmack subjektiv viel zu viel. Was daraus und überhaupt aus der Solheim geworden ist, können andere besser erzählen als ich. Hier sprechen wir von “Frail”, einem verhuschten, leisen Meisterwerk, das die 2000er-Jahre fast ein bisschen zu tief inhaliert hat. Und das von einem ehemaligen Glamrocker produziert wurde.
War der Erinnerung nach auch die Zeit, als Sophia zum ersten Mal richtig was konnte. Seid ihr drin? Dann kommt mit. Zum Beispiel ins Booklet von damals: Hauchdünnes Papier kurz vor dem Riss. Ganze 22 Jahre jung war die altkluge Maria Solheim damals, klang wie mitten im Schneeregen, konnte Lieder im Nachthimmel verglühen oder ganze Züge unter Wasser fahren lassen. Zumindest schrob ich das so seinerzeit über “Frail” und beim Hörexperiment zurück in der Zukunft lassen sich diese Bilder tatsächlich noch einmal zutage fördern. Außerdem sah ich mich grundsätzlich bestätigt, dass “nicht nur das Glück romantisch sein kann”. Noch Fragen? Maria Solheim: 19. Oktober im Nochtspeicher (concert-news präsentiert) (kel)

1 Kommentar
Sehr schön, dass sie wieder da ist.