Jens Lekmans Botschaften und Lieder mögen knochentrocken wirken. Doch immerhin sind sie von Wärme durchdrungen wie eine neu installierte Heizungsanlage im eh‘ schon gemütlichen Altbau. Klingt jetzt eher nach Annenmaykantereit-Ankündigung oder Telekom-Trailer? Mitnichten. Denn dafür bringt die norwegische Poplyrik-Legende Jens Lekman viel zu viele Metaebenen mit.
Wie alleine schon jetzt kurz nach Veröffentlichung (17. Februar) der Albumtitel in dicken, wattierten Lettern über den Wolken schwebt: “Life Will See You Now”. Schon seit immer derweil dieses Lametta, Wunderkerzen, Klingglöckchen, klingeling und nicht einen einigen Moment christliche Duseligkeit. Stattdessen “A Postcard To Nina” aus dem Jahr 2007 als unbedingte Referenz. “An Argument With Myself”, das 2011 die Elisabeth Street entlang tanzte und Bierdosen kickte oder die aktuellen Vorboten “Evening Prayer” und “What’s That Perfume You Wear”. Die allerschönste Jens Lekman vs. “Rocky Dennis”-Anekdote jedoch beschreibt laut.de. inklusive Auflösung und Pointe. Guckt selbst. Und dann so? “Life Will See You Now”: Im Nochtspeicher am 19. April. concert-news.de präsentiert. (kel)
