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    Bush live @ Große Freiheit 36, Hamburg, 06.10.2017 Copyright Doreen Reichmann, 2017, all rights reserved

    Chor des Monats: Oktober 2017

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    By rooka on 1. November 2017 Chor des Monats

    Nachdem wir im September etwas runtergefahren und die Akkus aufgetankt haben, ging es im Oktober wieder rund. Wir besuchten diverse spannende Shows und schreiben hier, wie es war:

    Bush | Hamburg | Copyright Doreen Reichmann, 2017, all rights reserved

    *** Silverstein (2.10., Logo) Eine Stunde wurde geschwitzt, gesungen und getanzt, eine Stunde zimmerten Silverstein alte Kracher und neue Hymnen ins ausverkaufte Logo und eine Stunde war es eine wunderbare Sache. Aber eben nur eine Stunde  … (mf) *** Louka (3.10., Nochtwache) Diese junge Dame war lange Zeit eher unspektakulär. Unerklärbar wieso eigentlich. Verrucht und kraftvoll überzeugte Louka bei ihrer ersten Tour. Nicht nur das Publikum kriegte nicht genug von ihr, auch die Singer-Songwriterin selbst war hin und weg von dieser überwältigenden Resonanz. Besonders auffällig, wie hart sich Louka im letzten Jahr entwickelt hat. (tki) *** Nicholas Müller (5.10., Polittbüro) Manchmal reicht auch ein kleiner musikalischer Anteil, wie bei der Lesung von Ex-Jupiter Jones Sänger Nicholas über seine Angststörung. Unglaublich wie ehrlich und humorvoll er seinen alltäglichen Wahnsinn nicht nur als Buch auf Papier gebracht hat, sondern auch wie er genau das auf der Bühne präsentierte. Gänsehaut inklusive. Zwischendurch singt er “Trusty an true” von Damien Rice und holt sich mal eben ein Teil von Herrenmagazin auf die Bühne. Bewegend, bewundernswert und ein absolutes Highlight des Monats. (tki) *** Bush (6.10., Große Freiheit) Gavin Rossdale rockt die Freiheit als wären Bush nie weg gewesen. Die Setlist ließ keinen Song vermissen und auch die neueren Songs fügten sich wunderbar ein. Großartige Show  und tolle Stimmung. (dr)

    Dotan | Hamburg | Copyright Doreen Reichmann, 2017, all rights reserved*** Dotan (08.10., Nochtspeicher) Der Holländer war diesmal akustisch unterwegs, was dem ausverkauften Nochtspeicher aber eine gewisse Intimität verlieh. Dotan stellte ein paar neue Songs vor, spielte aber natürlich auch Songs seines Debüts 7 Layers. Nächstes Jahr kommt er wieder mit Band, das sollte man nicht verpassen.  (dr) *** Shout Out Louds (13.10., Uebel & Gefährlich) Die Schweden sind zurück und wie. Noch immer eine großartige Live-Band. Die neuen Songs überzeugten zwar noch nicht, aber dafür wurden die Hits umso mehr abgefeiert. (dr) *** Clueso (14.10., Sporthalle) Der Erfurter ist mittlerweile Dauergast in der Sporthalle, dennoch gehen viele Arme hoch bei der Frage von Clueso, wer ihn heute zum ersten Mal sieht. Trotz des Neuanfangs blieb aber praktisch alles beim Alten – bis auf die Band (mit Ausnahme von Drummer Tim Neuhaus), die musikalische Ausrichtung,die  Show. Er hatte auch wieder musikalische Gäste dabei, u. a. Kat Frankie, die auch auf dem aktuellen Album “Neuanfang” ihre Stimme lieh. Eine solide Show ohne große Überraschungen. (dr) *** Kuult (14.10, Fabrik) Die Essener sind ja quasi in Hamburg ebenfalls Zuhause und das fühlt man bei jedem Konzert. Ein schönes Ding war das. (tki) *** Graveyard (15.10, Gruenspan) Oh was gäbe ich darum, mal eine Zeitreise in die Siebzigerjahre zu machen! Ein bisschen in der Art war aber das Graveyard-Konzert. Die Typen optisch hängengeblieben, und musikalisch auch einigermaßen, aber nicht so sehr, dass es künstlich wirkt. Die Show war solide, hat Spaß gemacht, war ziemlich gut, aber dann auch wieder etwas glatt durchgezogen, ohne Momente für die Ewigkeit. Die Crowd gemischt aus Rockern, Hipstern und Sonstigen. Überraschend gemischt für diese Art von Musik. Scheint doch ein echter Trend zu sein, dieses Retro. Verdammt.(df)

    Beatsteaks live @ Große Freiheit 36, Hamburg, 18.10.2017<br /> Copyright Doreen Reichmann, 2017, all rights reserved*** James Blunt (17.10, Barclaycard Arena) Er kann nicht nur romantisch, sondern besitzt eine geballte Ladung Humor. So haute er ein Witz nach dem anderen raus und genau das macht diesen Typen wohl aus. Die ganze Barclaycard Arena brachte er damit überraschend zum Beben. Aber auch mit schnelleren Nummern, wie “OK” oder seiner Surfeinlage auf dem Klavier zeigte er einmal mehr, dass die Crew sich die Bestuhlung hätte sparen können. Hinzu war der Singer-Songwriter Jamie Lawson als großartiger Support dabei. Mit “A little Mercy” überzeugte er sogar den letzten im Saal mitzusingen. Schade nur, dass vor eigentlichem Beginn die Lichter aus und die Show schon losging. (tki) *** Beatsteaks (18.10., Große Freiheit 36) Wenn 41jährige wie ich wieder zum Teenager werden und nach zwei Konzertstunden völlig durchgeschwitzt und glückseelig aus dem Club nach Hause schlendern, dann war eine der besten Live-Bands zu Gast, die Deutschland zu bieten hat. Die Beatsteaks haben wie immer perfekt abgeliefert. In für Bandverhältnisse kleiner Runde wurden in kuschelig-warmer Clubatmosphäre vor allem die alten Kracher extrem gefeiert, aber auch die Songs vom neuen Album fühlten sich gut an. Es war durchgängig Bewegung in der Zuschauermenge, zu den Mega-Hits wurde diese jedoch ein um’s andere Mal bis ans Limit gesteigert. Arnim und seine sympathischen Kollegen… immer wieder gern… immer wieder Pflicht! Ach so: als ob das nicht alles schon Knaller genug wäre, wurde die Zugabe mit Unterstützung zweier Deichkinder zelebriert. Alles beinahe zu schön, um wahr  zu sein. (cR)

    Haux live @ MS Stubnitz, Hamburg, 26.10.2017<br /> Copyright Doreen Reichmann, 2017, all rights reserved*** The National (21.10., Elbphilharmonie) The National in der Elbphilharmonie – mit dieser Kombi gab es tatsächlich 53000 Ticketanfragen und so gab es viele enttäuschte Gesichter als die Kaufoptionen ausgelost wurden, schließlich passen nur 2000 Besucher in den großen Saal. Das Wochenende stand im Zeichen von Bryce Dessner. So gab es den The National Gitarrist in diversen Konstellationen an zwei Abenden im kleinen und großen Saal zu bewundern. Highlight und krönender Abschluss war aber ganz klar das Konzert von The National. Sänger Matt Berninger machte schnell klar, dass dies eine Rockshow ist und so trat er Mikrofonständer und Monitorboxen um, die eilig wieder aufgestellt wurden, Becher flogen quer übers Publikum und er gesellte sich auch in gewohnter Manier zu den Fans. Die gaben sich ähnlich unehrfürchtig ob der imposanten Kulisse und hielt es kaum auf den Stühlen, sondern tanzten, sangen und versammelten sich zum Schluss auch vor der Bühne, statt auf den Plätzen zu bleiben. Wer nicht dabei sein konnte, hatte zum Glück die Möglichkeit, das Spektakel im Livestream zu verfolgen, aber die nächste reguläre Show sollte man sich nicht entgehen lassen. (dr)

    Gisbert zu Knyphausen live @ Uebel &amp; Gefährlich, Hamburg, 29.10.2017<br /> Copyright Doreen Reichmann, 2017, all rights reserved

    *** Nick Mulvey (25.10., Molotow) Endlich ist der Engländer zurück. Mit neuem Album im Gepäck und toller Liveband. Im Publikum durchaus einige Mädels, die ihn unentwegt anhimmelten, aber er ist ja auch ein sympathischer Kerl. Persönliche Highlights: “Fever To The Foam” und “Cucurucu”. (dr) *** Haux (26.10., MS Stubnitz) Tolle Location, die MS Stubnitz, leider finden dort viel zu selten Konzerte statt. Haux ist auch ganz begeistert und bezaubert mit seine sphärischen Musik und Songs wie”Caves” und “Homegrown” die Konzertbesucher. Nächstes Jahr soll eine neue EP erscheinen, die sollte man unbedingt auf dem Zettel haben. (dr) *** Gisbert zu Knyphausen (29.10., Uebel & Gefährlich) Nach langer Abstinenz endlich zurück mit neuem Album und neuer Band und das rockte. Leider war es viel zu heiß und sauerstoffarm, was den Konzertgenuss etwas trübte, aber Gisbert ließ es sich trotzdem nicht nehmen, 2 Stunden und diverse Zugaben zu spielen, auch eins, zwei Kidd Kopphausen Songs waren darunter. Tolles Konzert. Wer keine Tickets ergattern konnte, ergreift hoffentlich im Januar die Chance, ihn in der Großen Freiheit live zu sehen. (dr) ***

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    Also bitte. Liebe Beatsteaks.

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