RBF 2019: Tusks

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Man spricht ja gerne über die Geschichten hinter der Musik. Über die Dramatik, das Persönliche, das, was man eben nicht hört. Und tatsächlich ist die Story von Emily Underhill, die Frau, die Tusks ist, tatsächlich dramatisch. Kurz: Unfall, gebrochener Ellenbogen, nie mehr Musik machen? Doch, ein Jahr später erschien das neue Album. Kurz zu Ende.

ABER. Dieses Album, das “Avalanche” heißt und Mitte Juni auf One Little Indian (Björk, The Computers, Jesse Malin) erschien, ist einfach so gut, dass es gar keine Geschichte dahinter braucht. Nicht mal eine kurze, die zehn neuen Songs zwischen Indie, (Dream-)Pop und emoesker Elektronik sprechen für sich, fesseln für sich, begeistern für sich. Manche betörend, manche kraftvoll, manches beides und manche mit ganz schön bösem Hintergrund. Über “Peachy Keen” zum Beispiel sagt Tusks: “Das ist eine sarkastische Antwort auf Sexismus, die ich schrieb, als ich davon hörte, dass ein Abgeordneter kürzlich gegen das Verbot von Upskirting, also das voyeuristische Fotografieren unter dem Rock einer Frau, gestimmt hat. Das Abstimmungsverhalten dieses Parlamentariers ist so lächerlich. Er stimmt gegen alles, was die Macht von weißen Männern aus der Mittelschicht bedroht. Ich wollte damit Fragen wie man eigentlich glücklich sein kann, wenn man so ein Arschloch ist?”

Das Album gibt es natürlich auch auf Vinyl und damit auch bei finestmailorderinwelt.de, Tusks ist unser nächster Tipp für das Reeperbahn Festival 2019 (18. bis 21. September). Und sicher nicht der letzte … (mf)

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