Sind wir doch mal ehrlich. Wir ticken doch nicht richtig. Haben einer an der Waffel. Weil wir uns immer noch das Zeug von damals reinziehen, weil wir einfach komplett hängengeblieben sind. Hören auch heute noch Lagwagon satt Lil Irgendwas, Rancid statt Raf, feiern No Fun At All, Pennywise und wie die ganzen alten Helden heißen. Kurz: Liebe.
Mich packte es 1993 auf dem Schulhof. Ein Kumpel spielte ein Tape mit dem “Recipe For Hate”-Album von Bad Religion. Das berühmte Wumms, der Beginn einer langen, wahrscheinlich unendlichen Liebe (und bald wieder live). Danach dann kamen mehr Amis und kamen die Schweden. Millencolin, No Fun At All, Satanic Surfers. Alleine der Gedanke daran. Göttlich.
Fast göttlich: Wenn No Fun At All und und Surfers wie geplant gemeinsam auf Tour gegangen wären. Gingen sie nicht. Die Satanic Surfers gehen jetzt anders und spielen am 7. September mit Skin Of Tears und den fabulösen Venerea im Logo. Auch geil, ebenfalls legendär. Denn Venerea? Skatepunk-Ikonen aus Schweden, seit Anfang der 1990er Jahre am Start und mit massig Hits gesegnet. So ein sackstarke Band, die aber nie die Aufmerksamkeit bekam, die sie verdient hätte.
Zuletzt (oder?) erschien “Last Call For Adderall” und an anderer Stelle feierte ich das Album mächtig ab. Warum? Einfach mal “Going Home” hören. Und direkt danach bitte “Summer Of ’94“. Denn Venerea haben jüngst einen ganz neuen Song rausgehauen. Und der schließt da an, wo ich oben begonnen habe. Ein Song für die Verrückten, ein Song für alle, die hängengeblieben sind. Und ein Song, den am 7. September im Logo alle mitsingen werden. Alle. (mf)

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