Sie sollten schon in diesem Jahr im April nach Hamburg kommen, aber Social Distortion sagten ab. Fuck. Irgendwas mit “Album nicht fertig” oder so. “Wir schaffen es nicht, wir sind im Studio.” Ganz ehrlich? Ganz schwach. Punk wäre: “Kommt, Jungs, kurze Pause, einmal auf Tour, Clubs abreißen und danach wieder ins Studio.” Aber nicht mit Mike Ness, nicht mit Social D.
Allen anderen Bands hätte man das wahrscheinlich länger krumm genommen. Nicht dieser Band. Nicht Social Distortion. Legende, Leute! Ikonen, Großmeister, Giganten! Und das nicht, weil sie uralt sind. Sondern weil sie immer wieder Geschichte geschrieben haben. Immer, immer wieder! Am allermeisten natürlich mit “White Light, White Heat, White Trash”, einem der zehn besten Alben der 90er. Mindestens. Ein Monster von Album mit Monster Songs. “I Was Wrong“, “Don’t Drag Me Down” oder “When The Angels Sing” und auch “Under My Thumb“. Wenn man nur dran denkt bekommt man Gänsehaut.
Die Platte erschien 1996. Heißt: Im nächsten Jahr wird der 30. Geburtstag gefeiert. Im nächsten Jahr kommen Social Distortion auf Tour. Wahrscheinlich. Am 30. Juni spielen sie m Docks. Wahrscheinlich. White Light Birthday Bash? Bitte ja!
Aber auch wenn nicht: Wird das gut. Sehr gut. Denn Docks können sie. Da waren sie öfter und das war nicht die Sporthalle. Da war’s doof. Jetzt wird es gut. Auch ein “normales” Set von Social Distortion wird nicht normal. Weil Songs wie “Bad Luck” und “Mommy’s Little Monster” nicht normal sind. Niemals normal sein werden. Und weil auch die neuen Songs nicht normal sein werden. Einen neuen haben sie gerade bei AlmostAcoustic Christmas von KROQ gespielt. Weitere werden folgen. Auf Platte und live. Am 30. Juni spielen Social Distortion im Docks. Wahrscheinlich.
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