Sie klangen zwischendrin mal wie Bob Dylan auf Acid und trampelten ganz zeitgenössisch und mit riesigen Glubschaugen auf den Beatpfaden Michael Jacksons. Jetzt sind sie vierzig Jahre jung geworden und fassen für die bevorstehende “Wonder of Weird”-Tour zusammen: “Sex, shrugs and anti-rock’n roll – it’s all there in The Residents“. Einsteigern sei empfohlen, sich mit “The American Composer Series 1 & 2” aus den Jahren 1984 und 1986 selbst zu bespaßen.
Wer sich durch das The Residents–Gesamtwerk gräbt (und das ist verdammt viel Arbeit), wird möglicherweise entdecken, wer Pate stand für Bands wie Bonaparte heutzutage, welche Wege die elektrifizierte und (mittlerweile auch nur vordergründig aufgebohrte) anonyme Avantgarde beschritt und warum immer mal wieder eine Verschwörungstheorie Oberwasser bekam, nach der hinter all dem Mummenschanz ja nur die Beatles stecken könnten. “The Wonder of Weird”, die “40th Anniversary Tour” auf kampnagel am 21. Mai. (kel)